BAUPROJEKTE: Zug will Stadttunnel aus Richtplan streichen

Nach dem Nein der Zuger Stimmbürger soll der Stadttunnel nun auch formell beerdigt werden: Der Regierung will den Tunnel aus dem Richtplan streichen.

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Ist beerdigt: Stadttunnel Zug. (Bild: Visualisierung PD)

Ist beerdigt: Stadttunnel Zug. (Bild: Visualisierung PD)

Nachdem das Volk am 14. Juni Nein zum Jahrhundertbauwerk sagte, fehlt dem Projekt die Grundlage, um weiter im Richtplan zu stehen. Die Untertunnelung der Stadt Zug soll deshalb aus dem Richtplan gestrichen werden, wie die Regierung am Donnerstag mitteilte.

In den kommenden zwei Monaten soll die Bevölkerung aber noch die Gelegenheit haben, sich zu dieser Richtplan-Änderung zu äussern. Danach wird der Kantonsrat definitiv darüber entscheiden. Voraussichtlich im Frühling 2016 dürfte der Stadttunnel dann endgültig Geschichte sein.

Auch die Baulinien werden gestrichen

Nach der Streichung aus dem Richtplan wird die Regierung in eigener Kompetenz auch noch die Baulinien streichen. Diese sichern das Land für das Grossprojekt. Mit der Streichung dieser Linien erhalten die Grundeigentümer das Recht zurück, über die Nutzung ihres Landes selber zu entscheiden.

Würden die Baulinien weiter bestehen, würde dies einer Enteignung der Grundeigentümer gleichkommen, schreibt die Regierung. Mit der Streichung der Linien könnten hohe Entschädigungsforderungen verhindert werden. (sda)