BAUPROJEKTE: Zuger Kantonsrat will Regeln für Kunst am Bau

Wie viel darf Kunst am Bau bei kantonalen Gebäuden kosten? Damit diese Frage nicht bei jedem Bauprojekt neu debattiert werden muss, hat der Zuger Kantonsrat am Donnerstag in erster Lesung mit 47 zu 25 Stimmen beschlossen, verbindliche Regeln einzuführen.

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Kunst am Bau im Pflegezentrum in Cham. (Archivbild Neue ZZ)

Kunst am Bau im Pflegezentrum in Cham. (Archivbild Neue ZZ)

Die zweite Lesung mit Schlussabstimmung findet in einigen Wochen statt. Gemäss dem Vorschlag der Regierung, der es voraussichtlich auch durch die Schlussabstimmung schaffen dürfte, soll bei Schulhäusern etwas mehr ausgegeben werden als bei Verwaltungsbauten wie etwa einem Gericht.

Am wenigsten darf Kunst bei Infrastrukturbauten wie etwa einem Strassenverkehrsamt kosten. Verankert werden soll der prozentuale Anteil für Kunst im Verhältnis zu den Gesamtkosten.

Bei einem Schulhausneubau beispielsweise, der mehr als 5 Millionen Franken kostet, sollen demnach 1,5 Prozent für Kunst eingesetzt werden. Der Vorschlag, Kunst am Bau verbindlich zu regeln, stammt ursprünglich von der FDP. Sie hatte dazu eine Motion eingereicht.

Gegen verbindliche Regeln war die SVP. Für sie ist Kunst am Bau "aufgezwungene Geldverschleuderung", die lediglich der Subventionierung von Künstlern dient. Es solle lieber bei jedem Projekt einzeln diskutiert werden, wie viel ausgegeben werden soll. (sda)