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BAUSTOFFE: Kibag schluckt die Sand AG in Neuheim

Mit der Übernahme der Sand AG in Neuheim verleibt sich die Kibag Holding AG aus Zürich innert weniger Wochen bereits die zweite Innerschweizer Firma ein. Die Gründe sind dieselben.
Die Mitarbeiter der Sand AG werden trotz Verkauf alle weiterbeschäftigt. (Bild: Christian H. Hildebrand (Neuheim, 15. März 2018))

Die Mitarbeiter der Sand AG werden trotz Verkauf alle weiterbeschäftigt. (Bild: Christian H. Hildebrand (Neuheim, 15. März 2018))

Im Rahmen einer Nachfolgeregelung übernimmt die Kibag Holding AG aus dem zürcherischen Wollishofen Anfang April 100 Prozent der Aktien der Sand AG in Neuheim. Zugleich tritt nämlich Guido Mettenleiter als Geschäftsführer der Sand AG infolge Pensionierung aus der Geschäftsleitung aus. Sein Nachfolger ist Christoph Bärtschi, der bisher als Projektleiter bei der Kibag im Bereich Ressourcen und Planung tätig war. Die Kibag beschäftigt alle der rund 36 Mitarbeiter weiter.

Mit der Übernahme durch die Kibag seien die Rohstoffversorgung sowie die Deponiebewirtschaftung der Sand AG im Kanton Zug gewährleistet und die bestehenden Produktionsanlagen könnten in vollem Umfang weiter betrieben werden, sagt Bärtschi. Mit ihrem breiten Tätigkeitsfeld im Bereich Kies, Beton, Recycling und einer Aushubwaschanlage stärke die Sand AG die Position der Kibag in der Baustoffsparte.

«Ich übernehme ein super Team»

«Ich war schon Geschäftsführer bei einem Pionierprojekt», sagt Christoph Bärtschi, dem die Übertragung der Verantwortung für die vielen Mitarbeiter gefällt und der die neue Aufgabe mit grosser Freude auf sich zukommen lässt. Schon im Studium an der ETH Zürich habe er sich mit grosser Begeisterung mit der Steine- und Erdenbranche befasst. Dass er als Zuger nun nicht mehr an den vorherigen Arbeitsort an der Seestrasse in Zürich, sondern hoch nach Neuheim fahren könne, sei ein riesiges «Goodie», sagt Bärtschi und fügt an: «Ich übernehme ein super Team, das funktioniert, kann auf Bewährtes zurückgreifen und muss nichts neu erfinden.»

Für die Gemeinde sei es natürlich wichtig, dass der Standort Neuheim erhalten bleibe und der bislang gute Kontakt mit der Geschäftsleitung weitergeführt werde, sagt Gemeindepräsident Roger Bosshart. «Denn diese Zusage haben uns die Chefs der Kibag gegeben und sie sind gewillt, diese lange Tradition der frühen und offenen Kommunikation mit der Gemeinde weiterzuführen. Das Wichtigste ist aber der Erhalt der Arbeitsplätze, denn es betrifft zahlreiche Neuheimer und Leute aus dem Kanton Zug. Alles in allem ist die Übernahme für uns darum nur positiv.» Sehr erfreut über die gefundene Nachfolgeregelung ist Guido Mettenleiter: «Die Lösung ist vor allem auch für unsere Mitarbeiter wichtig, deren Arbeitsplätze so gesichert sind.» Er stehe noch beratend zur Seite, damit der Übergang optimal ablaufe, sagt Mettenleiter. «Und danach kann ich beruhigt in Pension gehen.»

Familiengesellschaft mit 1800 Mitarbeitern

Die Kibag Holding AG ist eine Familiengesellschaft mit rund 1800 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von etwa 550 Millionen Franken. Mitte Januar übernahm die Kibag Bauleistungen AG den Baubetrieb der traditionsreichen Franz Murer AG in Beckenried. «Wir übernehmen alle 34 Mitarbeiter und geben ihnen neue Arbeitsverträge zu gleichen Konditionen», sagte damals Erhard Zürcher, Geschäftsführer der Kibag Stansstad und Bäch.

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

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