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BEACHVOLLEYBALL: Sie will mit ihrer Partnerin an die Spitze

Die Steinhauserin holt zum zweiten Mal den Nachwuchspreis der Sporthilfe. Die Auszeichnung kommt für sie überraschend.
Marco Morosoli
Nicole Eiholzer wird in diesem Sommer an der Seite von Nina Betschart spielen. (Bild: Werner Schelbert)

Nicole Eiholzer wird in diesem Sommer an der Seite von Nina Betschart spielen. (Bild: Werner Schelbert)

Nicole Eiholzer wird in diesem Sommer an der Seite von Nina Betschart spielen. (Bild: Werner Schelbert)

Nicole Eiholzer wird in diesem Sommer an der Seite von Nina Betschart spielen. (Bild: Werner Schelbert)

Die Steinhauser Kantonsschülerin Nina Betschart (17) hat in der Beachvolleyball-Szene schon einen Namen. Sie hat es fertiggebracht, im vergangenen September zum zweiten Mal in Folge den WM-Titel im Beachvolleyball in der U-21-Klasse zu holen. Ihre Partnerin in Halifax (Provinz Nova Scotia, Kanada) ist die Bernerin Anouk Vergé-Dépré (21). Zusammen mit ihr hat die 17-Jährige am vergangenen Freitag im Bockengut in Horgen den Nachwuchspreis der Stiftung Schweizer Sporthilfe in der Kategorie Team erhalten (wir berichteten). Dies als Anerkennung für die nicht hoch genug einzuschätzende Leistung des Duos in Übersee.

«Ich habe nicht damit gerechnet, wieder ausgezeichnet zu werden. Dies auch deshalb, weil ich den Preis ja schon im vergangenen Jahr geholt habe», sagt Nina Betschart am Tag nach der Preisverleihung. Im Vorjahr war nur ihre Mitpreisträgerin – die Zürcherin Jona Heidrich (22) – eine andere. Während Nina Betschart noch länger an der U-21-WM startberechtigt ist, sind ihre Partnerinnen in dieser Kategorie jeweils aus Altersgründen ausgeschieden. Der Teampreis der Schweizer Sporthilfe ist mit 15 000 Franken dotiert. Das Geld teilen sich Vergé-Dépré und Betschart. Für die Zugerin ist es ein willkommener Zustupf, den sie für ihr Hobby einsetzen wird. «Ich stecke es in die Reisen zu Turnieren. Diese sind ja meist nicht billig», sagt die Kantonsschülerin.

Ein eingespieltes Team

Bereits heute verlässt sie die Schweiz, um sich in wärmeren Gefilden auf die kommende Saison vorzubereiten. In diesem Jahr will Nina Betschart auf dem internationalen Parkett mit Nicole ­Eiholzer auftreten. Mit ihr ist sie auch ins zweiwöchige Trainingslager nach Side (Türkei) abgeflogen. Betschart und Eiholzer gehören beide dem Verein Zuzu-Beach an. Dabei handelt es sich um die Beachvolleyball-Abteilung des VBC Züri Unterland. Sie haben schon in der Vergangenheit oft ein Tandem gebildet. Das Zuger Team erreichte zum Beispiel im Vorjahr an der Schweizer Meisterschaft in Bern den guten fünften Platz. Zudem sind sie in dieser Zusammensetzung mehrfache U-15-, U-18- und U-21-Schweizer-Meisterinnen. Zudem haben die beiden Beachvolleyballerinnen im letzten und im vorletzten Jahr an den U-18-Europameisterschaften Silber respektive Bronze geholt. Sie haben also gezeigt, dass sie im Juniorenbereich durchaus auch international eine Grösse sind.

Jetzt wollen sie noch einen Dreh zulegen und auch bei den Aktiven auf sich aufmerksam machen. «Wir wollen näher an die nationale Spitze heranrücken», umschreibt Nina Betschart das Ziel für die Beachvolleyball-Saison 2013. Das sei eine Herausforderung, aber nach dem zweimaligen WM-Gewinn strotzt Betschart vor Selbstvertrauen. Zusammen mit Nicole Eiholzer will Nina Betschart heuer an der Coop-Beachtour teilnehmen. Hinzu kommen noch weitere Turniere in der Schweiz. In Zug hingegen werden Betschart/Eiholzer nicht mehr auftreten können. Die Coop-Beachtour macht vor ihrer Haustüre heuer keine Station mehr. Gespielt wird nur in Basel, Olten, Zürich, Rorschach, Bern, Genf und Locarno. Der Start zu dieser Beachvolleyball-Serie erfolgt am 9. Mai im Zürcher Hauptbahnhof.

Drei internationale Wettkämpfe

Die Highlights fürs Team Betschart/Eiholzer dürften aber sicher die U-19-Weltmeisterschaft, die U-20-Europameisterschaft und die U-21-Weltmeisterschaft sein. Wer weiss, vielleicht gelingt es Betschart zum dritten Mal in Folge – und mit der dritten Partnerin –, diese prestigeträchtige Veranstaltung zu gewinnen.

Die U-19-WM findet im Juli in Porto statt. Die U-20-EM wird im August in der litauischen Hauptstadt Vilnius ausgetragen. Ihren Titel in der U-21-Kategorie verteidigen wird Betschart in Umag (Kroatien). Die Stadt liegt an der Nordwestküste Istriens nur wenige Kilometer von der slowenisch-kroatischen Grenze entfernt. Nina Betschart ist zuversichtlich, dass sie an diesen internationalen Wettbewerben mit ihrer Partnerin eine gute Falle machen kann: «Medaillen sind unser Ziel.»

Doppelte Belastung

Nina Betschart trainiert viel. Doch daneben muss sie auch noch in der Kantonsschule gute Leistungen abliefern. Sie besucht derzeit die fünfte Klasse und wird, bedingt durch das heute beginnende Trainingslager, eine Woche den Schulunterricht verpassen. Doch geschenkt wird ihr nichts. «Ich habe nicht weniger Schulstoff zu bewältigen als die anderen», sagt sie. Dieser Tanz auf zwei Bühnen sei streng und intensiv, macht Betschart keinen Hehl aus den Umständen, in welchen sie steckt: «Es gibt Momente, in denen ich am Limit bin», sagt sie. Doch dadurch lässt sie sich nicht von ihrem Weg abbringen. In einem Jahr wird sie zur Maturaprüfung antreten müssen. «Dank der Liebe zum Beachvolleyball werde ich auch diese Zeiten gut überstehen», sagt Nina Betschart.

Zukunft noch wenig konkret

Aber derzeit beschäftigt sie diese neue Herausforderung noch nicht so intensiv. Sie weiss auch noch nicht, was sie im kommenden Winter während der Hallensaison machen wird. Bis anhin bestritt Nina Betschart jeweils Meisterschaftsspiele mit der ersten Mannschaft des VBC Steinhausen. Im gleichen Team spielt auch Nicole Eiholzer. Die Steinhauserinnen konnten auch heuer – trotz sehr starker Konkurrenz – ihren Platz in der zweithöchsten Liga verteidigen.

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