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Kommentar

Beat Villiger: Der Entscheid ist überfällig

CVP-Regierungsrat Beat Villiger will in Klausur gehen, bevor er seine politische Zukunft klärt. Die gewählte Kommunikationsstrategie ist ein Trauerspiel.
Rahel Hug

Gute Politiker zeichnen sich dadurch aus, dass sie Wort halten. Dass sie klare Ansagen machen, sich festlegen, nicht um den heissen Brei herumreden. Beat Villiger wollte sich bis Mitte Woche entscheiden, ob er die Wiederwahl in den Zuger Regierungsrat annehmen oder zurücktreten wird. Am Mittwoch vertagte der CVP-Sicherheitsdirektor den Entscheid über seine politische Zukunft auf Donnerstag. Am Donnerstag nun die Ankündigung: Er brauche mehr Bedenkzeit, müsse dafür ein paar Tage in Klausur gehen. Die kantonale CVP und er würden «zu gegebener Zeit» informieren, heisst es. Kommunikation, die eigentlich keine ist.

Villiger bleibt der Öffentlichkeit und damit seiner Wählerschaft die wichtige Antwort schuldig, ob er nun bleibt oder nicht. Indem er seine Versprechungen nicht einhält, kratzt er an seiner Glaubwürdigkeit. Gerade er als langjähriger Exekutivpolitiker müsste das wissen. Das Vorgehen schadet auch seiner Partei. Es entsteht der Eindruck, dass die CVP ebenfalls nicht so recht weiss, was sie nun will. Steht sie hinter ihm? Legt sie ihm einen Rücktritt nahe?

Die gewählte Kommunikationsstrategie in dieser Angelegenheit – eine Verzögerungs- und Verhinderungstaktik – gleicht seit Anbeginn einem Trauerspiel. Villiger wäre gut beraten, Klarheit zu schaffen und damit die Informationshoheit bei sich zu behalten. Alles andere öffnet Tür und Tor für weitere Spekulationen. Wer Fehler macht, soll diese zugeben und sich auch unangenehmen Fragen stellen. Das schafft Transparenz und Vertrauen. Vertrauen, das Beat Villiger dringend braucht – will er tatsächlich die nächste Legislatur als Regierungsrat antreten.

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