BEBAUUNGSPLAN: Epa-Gebäude darf nicht aufgestockt werden

Der Zuger Regierungsrat hat die Genehmigung des Bebauungsplanes Bundesplatz West in Zug zu Recht verweigert. Zu diesem Schluss kommt das Verwaltungsgericht in einem Urteil, das am Donnerstag veröffentlicht wurde.

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Blick von oben auf das so genannte Epa-Gebäude. (Archivbild Christof Borner-Keller/Neue LZ)

Blick von oben auf das so genannte Epa-Gebäude. (Archivbild Christof Borner-Keller/Neue LZ)

Auch das klare Ja der Stadtzuger Stimmberechtigten vom 21. Mai
2006 ändere nichts daran, dass der Bebauungsplan nicht den gesetzlichen Anforderungen entspricht, schreibt die kantonale Baudirektion in einer Mitteilung.

Die Eigentümerin des Coop-City-Geschäftshauses («Epa-Gebäude») planen seit längerem den Umbau der Liegenschaft beim Bundesplatz in Zug. Ein zu diesem Zweck erarbeiteter Bebauungsplan wurde im November 2005 vom Stadtparlament verabschiedet. Gegen den Beschluss wurde das Referendum ergriffen. Im Mai 2006 stimmten ihm dann die Stimmberechtigten mit einem Ja-Stimmenanteil von 76 Prozent zu.

Regierungsrat hatte Umzonung aufgehoben
Gegen den Volksentscheid erhoben Nachbarn Beschwerde beim Regierungsrat, der den Argumenten der Beschwerdeführer folgte und im Juni 2007 die Bewilligung der Stadt Zug aufhob. Dieser Entscheid wurde von der Eigentümerin des «Epa-Gebäudes» und der Stadt Zug beim Verwaltungsgericht angefochten.

Dieses wies die Beschwerden nun im Grundsatz ab. Der Bebauungsplan sei ein Sondernutzungsplan, mit dem eine städtebaulich, funktionell und nutzungsmässig bessere Lösung erreicht werden müsse, als mit der Einzelbauweise gemäss städtischer Bauordnung möglich wäre.

Der Bebauungsplan Bundesplatz West verzichte aber darauf, die notwendigen Massnahmen konkret aufzuzeigen. Erst im Baubewilligungsverfahren hätten die Vorteile für das Siedlungsbild und die städtebaulich bessere Lösung konkretisiert werden sollen.
Der Regierungsrat habe deshalb den Plan zu Recht nicht genehmigt.

sda