BEGNADIGUNGSGESUCHE: Die Strafen sollen verbüsst werden

Der Regierungsrat lehnt zwei Begnadigungsgesuche ab und beantragt dem Kantonsrat, ihm darin zu folgen.

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Zwei Verurteilte hatten durch ihre Anwälte darum ersucht, einen Teil der auferlegten Strafe aufzuschieben und in eine teilbedingte Freiheitsstrafe umzuwandeln. Der eine war zu 30 Monaten Zuchthaus verurteilt worden und ersuchte darum, zwei Jahre aufzuschieben und nur sechs Monate zu vollziehen. Der zweite hätte von der Strafe von 31 Monaten und 18 Tagen ebenfalls nur sechs Monate absitzen wollen, der Rest sei in eine bedingte Zuchthausstrafe umzuwandeln.
2006 verurteilt

Die beiden waren Ende 2006 vom Obergericht im gleichen Verfahren wegen gewerbsmässigen Wuchers verurteilt worden. Beide waren mit einer staatsrechtlichen Beschwerde und einer Nichtigkeitsbeschwerde ans Bundesgericht gelangt. Dieses lehnte beides ab, das Urteil wurde rechtskräftig. Die Verurteilten wurden letzten Monat zum Vollzug in eine Strafanstalt aufgeboten. Das Obergericht sah das Verschulden der Gesuchsteller als schwer an. Der Regierungsrat sieht keinen Grund für eine Begnadigung.

Karl Etter / Neue ZZ