Behörden ignorieren den Datenschutz

Auf der Homepage der Gemeinde Hünenberg wurden Fotos von Schülern publiziert – trotz elterlichem Verbot. Bei weitem kein Einzelfall.

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Der Datenschutz wird oft missachtet, Hünenberg ist kein Einzelfall. (Symbolbild / Neue ZZ)

Der Datenschutz wird oft missachtet, Hünenberg ist kein Einzelfall. (Symbolbild / Neue ZZ)

Mit den steigenden Anforderungen an den Datenschutz, wird auch dessen Einhaltung zunehmend zum Problem. Jüngstes Beispiel ist ein Vorfall in Hünenberg, der auch den Zuger Datenschutzbeauftragten auf den Plan gerufen hat. Auslöser war ein E-Mail eines wütenden Hünenberger Vaters (Name der Redaktion bekannt) an die Gemeinde. Dieser beanstandete, dass Fotos seines Sohnes auf der Homepage der gemeindlichen Schulen publiziert wurden. Und dies, obwohl er auf einem Formular, das den Eltern jeweils zum Schulstart vorgelegt wird, festgehalten hatte, es dürften von seinem Sohn keine Bilder im Internet veröffentlicht werden. Umso grösser war sein Ärger, als er die Bilder gestern per Zufall entdeckte.

«Wir haben die Fotogalerie und auch alle anderen Fotos von Schülern auf der Schul-Website umgehend gelöscht», erklärt Gemeindeschreiber Guido Wetli. In der Tat: Gestern um 15 Uhr waren die Bilder verschwunden. Wie es zur Datenschutz-Panne gekommen ist, kann sich Guido Wetli nicht erklären. «Unsere Mitarbeiter besuchen jeweils eine Datenschutz-Schulung wie von der Datenschutzverordnung verlangt», sagt Wetli. «Sie wissen, wie heikel der Umgang mit Bildern ist.» Er könne auch nicht nachvollziehen, wer die Schnappschüsse auf die Schul-Homepage gestellt habe.

Silvan Meier

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