Bei Blaulicht auf Busspur ausweichen

In der Zuger Vorstadt gibt es jetzt eine separate Busspur. Das hat Konsequenzen für Autofahrer bei Notfalleinsätzen.

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Neue Verkehrsführung entlang der Zuger Vorstadt. (Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ)

Neue Verkehrsführung entlang der Zuger Vorstadt. (Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ)

Es ist ein grotesker Anblick. Passanten und Gäste in den Restaurants in der Zuger Vorstadt schütteln den Kopf. Kein Wunder. Ein Spitalfahrzeug des Rettungsdienstes, das Richtung Postplatz unterwegs ist, kommt trotz Blaulicht nur stockend voran. Grund: Nicht alle Autofahrer in der linken Fahrspur vor der herannahenden Ambulanz begreifen sofort, dass sie nach rechts auf die freie Busspur ausweichen sollen, damit der Einsatzwagen so schnell wie möglich weiterfahren kann.

Rettungsdienst darf nicht rechts überholen

Dies ist kein Einzelfall. Wie es sich in den vergangenen Tagen gezeigt hat, haben Zuger Polizei, der Rettungsdienst Zug sowie die Freiwillige Feuerwehr Zug (FFZ) ähnliches Fehlverhalten der Autofahrer bei Notfalleinsätzen beobachtet. Die Blaulichtorganisationen wollen Autofahrer deshalb anweisen, bei einem sich nähernden Einsatzfahrzeug sofort nach rechts auf den dortigen Busstreifen auszuweichen und so den Rettungskräften Platz zu machen.

Doch warum benützen eigentlich nicht die Rettungsfahrzeuge selbst die freie Busspur – auf der sie viel schneller den Einsatzort erreichen könnten? Die Erklärung: Der Buchstabe des Gesetzes schreibe den Einsatzfahrzeugen von Rettungskräften klipp und klar vor, dass sie eine Autokolonne nur links überholen dürften. Dies soll die Unfallgefahr verringern und die rechtliche Handhabe für den Fahrer des Rettungsautos aufrecht erhalten.

Wolfgang Holz/bep

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