Bei Glatteis auf Brücken gibt es Alarm

Brücken sind im Winter besonders glatt. Sie zu wärmen wäre aber keine Lösung, sagt der Kantonsingenieur. Stattdessen setzt der Kanton Zug auf Sensoren.

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Die Nebelgrenze liegt oftmals genau auf der Höhe der Lorzentobelbrücke. (Bild: Archiv Neue ZZ)

Die Nebelgrenze liegt oftmals genau auf der Höhe der Lorzentobelbrücke. (Bild: Archiv Neue ZZ)

Hat Glatteis den schweren Unfall auf der Lorzentobelbrücke am frühen Dienstagmorgen (mit)verschuldet? Eine Antwort auf diese Frage gibt es noch nicht. Fest steht aber, dass der Kanton an dieser und sieben weiteren exponierte Stellen eine Glatteiswarnanlage betreibt, die rund um die Uhr Daten liefern. Die Sonden sind im Deckbelag der Kantonsstrassen eingebaut und messen über Fühler die Boden- und Lufttemperatur. Die Messdaten laufen auf einem Computer im kantonalen Werkhof zusammen.

Die Sonden böten eine gute Abdeckung im Kanton und hätten sich bewährt, sagt Werner Portmann, Abteilungsleiter Brückenbau beim kantonalen Tiefbauamt. Dazu kommen die regelmässigen nächtlichen Kontrollfahrten in den Wintermonaten. «In der Nacht von Montag auf Dienstag, nach Mitternacht, fanden drei Kontrollfahrten auf der Lorzentobelbrücke statt», erklärt Kantonsingenieur Hannes Fässler Fässler. «Dabei wurde kein Glatteis festgestellt.» Die Problematik liege an dieser Stelle woanders, sagt Fässler: Die glatteisanfällige Stelle liegt im Nebelrandgebiet. Will heissen: Senkt sich der Nebel, kann es innert kürzester Zeit glatt werden.

Die Brücken im Kanton Zug zu beheizen, um die Sicherheit an exponierten Stellen zu erhöhen, – wie das etwa an einem Ort im Berner Oberland gemacht wird – kommz für Fässler nicht in Frage. Das sei im Mittelland nicht nur nicht üblich, sondern auch alles andere als ökologisch.

Chantal Desbiolles

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