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Bei Punkto Zug ist die Familie das Kerngeschäft

Das Fachzentrum Punkto hält im Leistungsbericht fest, dass die Anzahl der Mütter- und Väterberatungen weiter zugenommen hat. Hingegen ist die Zahl bei einem anderen Angebot rückläufig.
Andrea Muff
Die Mütter- und Väterberaterinnen begleiten die Kinder ab Geburt bis zum Kindergarten. (Bild: PD)

Die Mütter- und Väterberaterinnen begleiten die Kinder ab Geburt bis zum Kindergarten. (Bild: PD)

Das Fachzentrum Punkto Eltern, Kinder und Jugendliche ist besonders für die Mütter- und Väterberatung im Kanton Zug bekannt. Die Anzahl Beratungen hat in den vergangenen drei Jahren um 20 Prozent zugenommen, dies ist dem Leistungsbericht 2018 des Vereins zu entnehmen. Das heisst, im Berichtsjahr wurden 1435 Mütter und Väter mit ihrem Neugeborenen bei Punkto erfasst. Dank der Reduzierung von Hausbesuchen zu Gunsten von Beratungsgesprächen in den Gemeinden (2018: 3583; 2017: 3380), konnte die Anzahl der Beratungen gesteigert werden. Die Mütter- und Väterberatung habe viel mit Vertrauen zu tun, verrät Punkto-Geschäftsführerin Rahel Siegenthaler. Der Fokus der Beraterinnen lief auf Themen im frühkindlichen Bereich. «Sie sind oft sehr wichtige Ansprechpersonen für die Zeit zwischen Geburt und Kindergarten», präzisiert sie weiter.

Verändert hätten sich im Verlauf der Jahre vor allem die Fragen. Diese seien viel komplexer geworden, weiss Siegenthaler. «Daher ist es wichtig, dass sich die Mütter- und Väterberaterinnen auch immer bewusst sind, wofür sie zuständig sind und wann andere Fachhilfe gebraucht wird», sagt sie und fügt hinzu: «Diese Triage sorgfältig zu machen, ist uns wichtig.» Die Überweisung an eine andere Fachperson wurde im vergangenen Jahr 13-mal mehr durchgeführt als 2017. Häufige Beratungsthemen sind die Ernährung, Entwicklung, das Schlafverhalten und die Gesundheit. In den letzten Jahren wurden zusätzlich zu den Einzelberatungen auch interkulturelle Gruppenkurse aufgebaut, welche eine gute Ergänzung sind und Eltern vernetzten. Momentan seien sechs Beraterinnen und drei Vertreterinnen in einem Teilzeitpensum bei Punkto angestellt, erklärt Rahel Siegenthaler. «Es ist ein gut funktionierendes, stabiles Team, das sich gegenseitig unterstützt und auch eine hohe Erreichbarkeit und viel Vertrauen zu den Kunden aufgebaut hat.»

24 Familien wurden letztes Jahr begleitet

Neben der Mütter- und Väterberatung, die floriert, bietet Punkto auch eine Familienbegleitung an. «Die Familienbegleiterinnen setzen dort an, wo es längerfristige und mehrschichtige Belastungen in Familien gibt. Sie begleiten die Familien wöchentlich ein- bis zweimal in ihrem Lebensraum für mindestens während sechs Monaten», fasst Rahel Siegen­thaler zusammen. Die Nachfrage für das Angebot hat seit 2015 stetig zugenommen. 2017 begleitete das Fachzentrum 33 Familien. Im vergangenen Jahr musste es aber einen Einbruch verzeichnen. Nur 24 Familien wurden 2018 begleitet. «Die Familienbegleitung ist grundsätzlich ein sehr dynamisches Arbeitsfeld, wo es immer wieder Schwankungen in der Auftragslage gibt», sagt die Geschäftsführerin und präzisiert: «Wir haben im letzten Jahr eindeutig weniger Anfragen und Überweisungen durch die Kesb gehabt, woran es lag, ist schwierig zu sagen.» Die Auftragslage habe sich nun aber erholt.

Für dieses Jahr setzte Punkto den Leistungsbericht unter ein Schwerpunktthema: die Familie. Damit wolle man einen Fokus setzen, so Siegenthaler. «Die Familie ist unser Kerngeschäft.» Sie resümiert: «Die Familie ist die kleinste Zelle, wo Kinder hineingeboren werden und aufwachsen. Sie sollen in unterschiedlichster Weise gestützt werden – gerade durch Fachleute wie hier bei uns.»

Für Rahel Siegenthaler war es das erste Jahr als Geschäftsführerin. Sie zieht ein Fazit: «Ich habe ein sehr motiviertes, professionell arbeitendes Team, auf das ich mich verlassen kann.» Ihre Aufgabe sei es vor allem, die Verbindungen untereinander und nach aussen zu fördern und so einen inspirierenden Austausch zu gewähren. Für die Zukunft wünsche sie sich, dass sich die neuen Strukturen im Betrieb etablieren, und sie möchte weiter in eine gute Zusammenarbeit mit Kanton und anderen Institutionen investieren. ­

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