Beim Entsorgen im Ökihof Zug brauchts Geduld

Der Lockdown bot viel Zeit zum Ausmisten, weshalb nun beim Ökihof in Zug Grossandrang herrscht.

Cornelia Bisch
Drucken
Teilen
Schlange stehen muss man in diesen Tagen auch, um wiederverwertbaren Abfall loszuwerden.

Schlange stehen muss man in diesen Tagen auch, um wiederverwertbaren Abfall loszuwerden.

Bild: Matthias Jurt (Zug, 3. Juni 2020)

Wer wiederverwertbaren Abfall entsorgen möchte, sollte etwas mehr Zeit einrechnen als vor der Coronakrise. «Die Abstands- und Schutzregelungen erfordern eine Begrenzung der Anzahl Personen, die sich gleichzeitig auf dem Areal des Ökihofs aufhalten können», schreibt das Baudepartement der Stadt Zug in einer Medienmitteilung. Für alle Personen bestehe eine Einlasskontrolle durch den Sicherheitsdienst, unabhängig davon, ob sie mit einem Fahrzeug oder zu Fuss unterwegs seien. Die Anzahl Parkplätze auf dem Areal sei limitiert.

«Viele Leute haben die Zeit während des Lockdowns genutzt, um ihre Wohnungen und Häuser zu entrümpeln», erzählt Stadtingenieur Jascha Hager auf Anfrage. «Rund um die Entsorgung entstand deshalb während der Krisenzeit eine ganz andere Dynamik.» Auch die Verlagerung weg vom Büro hin zum eigenen Zuhause sei spürbar gewesen. «Teilweise waren die Unterflurcontainer bis oben hin vollgefüllt.» Für die Verantwortlichen der Stadt galt es, flexibel auf das veränderte Verhalten der Bevölkerung zu reagieren.

Stadtzuger Brockenhaus öffnet Ende Monat

Auch das benachbarte Stadtzuger Brockenhaus, das von der Frauenzentrale betrieben wird, öffnet seine Tore wieder. Die Verantwortlichen teilen mit, dass bereits ab dem 8. Juni Warenannahmen und Möbelbesichtigungen möglich seien. Die Wiedereröffnung selbst findet am 24. Juni statt. Neu ist das Brocki auch donnerstagnachmittags von 13 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet, «damit die Besucherfrequenz von Mittwoch und Samstag abgeschwächt und umverteilt werden kann», schreiben die Betreiber.

Das Schutzkonzept des Brockenhauses beinhaltet Hygienemassnahmen, wo nötig breitere Gänge, Einweg-Personenführung sowie eine Einlassbeschränkung auf 15 Personen pro Stockwerk. «Es kann also sein, dass Kunden bei einem Stockwerkwechsel erneut warten müssen», betont Geschäftsleiterin Christine Langhans. «Möglicherweise können wir die Personenzahl später etwas anheben, sollte der Betrieb gut anlaufen.»

Die Parkmöglichkeiten sind sehr begrenzt

Den Kunden des Brocki sei es nicht erlaubt, auf dem Ökihofareal zu parkieren. Für sie seien wenige separate Parkplätze ausserhalb ausgeschildert. «Man darf kurz anhalten, um schwere Waren abzugeben, aber nicht, um einen Einkaufsbummel zu unternehmen.» Wegen der schwierigen logistischen Situation empfiehlt Langhans allen Möbel-Anlieferern, den Abholdienst des Brocki zu nutzen. «Für Möbel, die wir in den Verkauf nehmen, ist der Abholdienst kostenlos.» Auf diese Weise versuchen die beiden Organisationen, die Präsenzzeit der Kunden auf dem Ökihofareal möglichst kurz zu halten.

«Der Bevölkerung soll auch in diesen schwierigen Zeiten eine schnelle und geregelte Entsorgung ermöglicht werden», schreibt das Baudepartement weiter. Wartezeiten seien jedoch nicht zu vermeiden. «Wer die Möglichkeit hat, zu weniger frequentierten Zeiten zu kommen, entlastet damit die Spitzenzeiten am Samstagvormittag und Mittwochnachmittag.»

Öffnungszeiten der Ökihöfe des Kantons Zug: www.zg.ch/behoerden/weitere-organisationen/zeba/oeffnungszeiten-bereich, Infos über die Stadtzuger Brockenstube: www.brockizug.ch, Möbelabholdienst 041 725 26 91.