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Beim «Lauf der Herzen» in Zug zählt jede Runde

Am Donnerstagabend leisteten zahlreiche Läufer vollen Einsatz für die «Dargebotene Hand Zentralschweiz». Mit von der Partie waren auch die Elite-Junioren des EVZ.
Christian Tschümperlin
Die Teilnehmer am «Lauf der Herzen» sind in Zug unterwegs. (Bild: Werner Schelbert)

Die Teilnehmer am «Lauf der Herzen» sind in Zug unterwegs. (Bild: Werner Schelbert)

Beim fünften Sponsorenlauf der Hilfsorganisation Dargebotene Hand Zentralschweiz waren flinke Beine, gute Laune und ein grosses Herz gefragt. Während einer Stunde joggten, liefen und spazierten zahlreiche Läufer auf der 400-Meter-Bahn der Leichtathletikanlage Hertiallmend.

Sie demonstrierten damit am Donnerstagabend ihre Unterstützung für das sogenannte Sorgentelefon 143. Die Sponsoren des Anlasses spendeten pro absolvierte Runde respektive Distanz Beträge. In ihrer Anmoderation machte Tele-1-Moderatorin Fabienne Bamert auf diejenigen Menschen aufmerksam, die es vielleicht nicht ganz so gut haben wie die freiwilligen Läufer. «Da ist es wichtig, dass jemand da ist und zuhört», sagte sie.

Die 50 ehrenamtlichen Mitarbeiter der «Dargebotenen Hand» helfen anonym und rund um die Uhr bei psychischen oder familiären Krisen. Jährlich beantworten sie auf der Nummer 143 rund 14000 Anrufe sowie E-Mails und Chat-Anfragen. Die Einnahmen aus dem «Lauf der Herzen» kommen vollumfänglich der Weiterbildung dieser Freiwilligen zugute. Auf der Tartanbahn zogen auch die Elite-Junioren des EVZ ihre Runden. «Es ist immer schön, wenn man sich bewegen kann und dabei noch anderen Leuten helfen kann», sagte Cristian Tallarico am Rande des Laufes, «wir können glücklich sein, wenn wir so gesund sein können.» $

Sein Trainer Fabio Schumacher hatte den Spielern beim Start das wohl nicht ganz ernst gemeinte Ziel gesetzt, 60 Runden zu absolvieren, was einer Runde pro Minute entsprechen würde...

Junge Wirtschaftskammer ist mit im Boot

Urs Renggli, der Präsident der «Dargebotenen Hand Zentralschweiz» schätzte, dass an dem Abend etwa 30 000 Franken zusammenkommen. «Vorausgesetzt, sie laufen gut», sagte er. Seine Organisation hat ein Jahresbudget von 450 000 Franken und finanziert sich fast ausschliesslich aus Spenden und Sponsoren.

Einer der Sponsoren ist Sandro Feusi, der Präsident der Jungen Wirtschaftskammer Zug, der persönlich vor Ort war. «Wir von der jungen Wirtschaftskammer sind immer wieder daran interessiert, soziale Projekte zu unterstützen. Den Lauf der Herzen haben wir regelmässig in unserem Kalender», sagte er.

Der Event wurde vor fünf Jahren in enger Absprache zwischen der Wirtschaftskammer und der Hilfsorganisation ins Leben gerufen. Der erste Lauf war ein Erfolg und so entschied man, den Event weiterzuführen.

Wichtig für die «Dargebotene Hand» ist auch die Zusammenarbeit mit der Gesundheitsdirektion des Kantons Zug. Diese hat vor einigen Jahren die Kampagne «10 Schritte für die psychische Gesundheit» gestartet. Diese Schritte sollen leicht umsetzbare Tipps zeigen, wie man zur Stärkung der eigenen Psyche beitragen kann.

Bereits kurz nach dem Start der Kampagne begann man beim Telefon 143, die zehn Schritte in der Beratungstätigkeit einzusetzen. Wichtige Tipps sind etwa, aktiv zu bleiben, darüber reden und sich beteiligen. «Welcher Tipp davon der wichtigste ist, ist individuell verschieden», sagt Nadja Gasser, Programmleiterin «Psychische Gesundheit». Mit ihrer Teilnahme am Lauf der Herzen jedenfalls haben die Teilnehmer zwei Tipps bereits umgesetzt: Sie wurden aktiv und haben sich beteiligt.

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