Kommentar

Den Regierungsrat beim Wort nehmen

Der Kommentar zur Abstimmung über die Revision des Zuger Denkmalschutzgesetzes.

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Harry Ziegler

Harry Ziegler

Das neue Denkmalschutzgesetz des Kantons Zug ist mit über 65,5 Prozent Ja-Stimmen klar angenommen worden. Ein deutliches Verdikt der Zuger Stimmbürgerinnen und
-bürger. Das Referendumskomitee hat zwar eine Abfuhr erlitten, aber mit grossem Engagement und originellen Mitteln – wie etwa historischen Führungen – seine Anliegen bis zuletzt vertreten. Während die Befürworter sich darauf verlassen konnten, dass sich die Empfehlung von Regierung und Kantonsrat wie meistens durchsetzt.

Es gilt die Befürchtungen der Gesetzesgegner ernstzunehmen, aber doch zu relativieren. Auch mit dem neuen Denkmalschutzgesetz werden nun keine Massenabrisse historisch wertvoller Bauten erfolgen – unabhängig von deren Alter. Der zuständige Regierungsrat Andreas Hostettler, der Vorsteher der Direktion des Innern, hat in unserer Zeitung beteuert, bei allfälligen denkmalschützerischen Massnahmen Augenmass walten zu lassen. Mit diesem Versprechen lässt sich von Gegnern und Befürwortern des Gesetzes gut leben. Sie müssen den Regierungsrat nämlich jeweils nur beim Wort nehmen.