BEIZEN: Darüber wird am Stammtisch gesprochen

Hinhocken, zuhören, trinken, ausrufen, nachbestellen, lachen, blödeln, diskutieren – auch darüber, was an der Neuen Zuger Zeitung verbesserungswürdig ist.

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Auch im Restaurant Schäfli in Neuheim werden Stammtische gepflegt. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Auch im Restaurant Schäfli in Neuheim werden Stammtische gepflegt. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

«Ein Grosse!», «Zwei!», «Drei!», «Vier!» Für den Flüssigkeitshaushalt ist wieder gesorgt. Ist mein Bierglas halb voll oder halb leer? Für tiefschürfende philosophische Gedankengänge bleibt mir keine Zeit. «Oft könnt ihr nicht mal Unterägeri von Oberägeri unterscheiden», sagt Hans, und Ivo doppelt nach: «Auch Namen schreibt ihr immer wieder falsch.» Ich halte mein Glas fest und rufe «Prost!» Gibt es noch Stammtische in der Region? Die Antwort auf die Frage, die wir uns im Büro gestellt haben, ist eindeutig: Ja! Im Restaurant Bären in Oberägeri ist das Beieinandersitzen noch eine Institution.

Korporationswahlen als Thema
Und die heissen Politthemen der Woche? «Die Korporationswahlen. Darüber wird diskutiert», rückt Franz raus. Sind es nun sechs oder acht Kandidaten, die sich für die fünf Posten als Korporationsrat wählen lassen wollen? «Jedenfalls ist es besser, dass es eine Auswahl gibt, als dass alle einfach so reinrutschen», findet Ivo, und Tury nickt anerkennend.

In die Korporation komme man übrigens nicht so einfach hinein, sagt Ivo. Sie schon, bei der Heirat, sagt er noch, und seine Freundin Nicole lacht. Morgartenschiessen, Chilbi, und die 100. Alösler Fasnacht im nächsten Jahr – Themen, die mal gross ins Blatt gehörten. Wirtin Margrith Giglio weiss, dass die Gäste den Stammtisch schätzen. «Deshalb gibt es ihn bei uns noch ganz bewusst», sagt sie und trägt ein paar Biere an den Tisch. Die Kirchturmuhr zeigt inzwischen 18.40 Uhr.

Luc Müller

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Zuger Zeitung.