BERGBAU: Xstrata macht 35 Prozent weniger Gewinn

Der in Zug ansässige Bergbaukonzern Xstrata hat im vergangenen Jahr einen Gewinneinbruch von mehr als einem Drittel hinnehmen müssen und erhöht sein Kapital.

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Der Reingewinn sank im Vorjahresvergleich um 35 Prozent auf 3,595 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag auf Grund vorläufiger Zahlen bekannt gab. Auf Stufe des Betriebsgewinns (EBITDA) machte der Rückgang elf Prozent aus; beim Gewinn pro Aktie sind es 13 Prozent weniger. Der Umsatz nahm um zwei Prozent auf 27,952 Milliarden Dollar ab.

Konzernchef Mick Davis sprach laut der Mitteilung von einem höchst achtbaren Resultat und verwies auf die plötzlichen und massiven Folgen der Finanzkrise auf die Konjunktur ab dem dritten Quartal und auf den Einbruch der Rohstoffpreise.

Xstrata kündigte zugleich eine Kapitalerhöhung um rund 4,1 Milliarden Pfund (umgerechnet 5,9 Milliarden Dollar) an. Der Hauptaktionär Glencore will sich laut der Mitteilung voll beteiligen. Der Zuger Rohstoffhandelskonzern hält 34,5 Prozent an Xstrata. Für zwei Milliarden Dollar will Xstrata ausserdem das Prodeco-Kohlegeschäft von Glencore in Kolumbien übernehmen, wie es weiter heisst.

ap