BERGGEMEINDEN: Überholverbot sorgt für Unmut

Die Shoppingtour nach Zug oder der Weg zur Arbeit der Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinden Menzingen, Unterägeri und Oberägeri entpuppt sich zeitweise als Spiessrutenlauf. Dies als Folge des neuen Überholverbotes auf der Lorzentobelbrücke.

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Das Überholverbot bei der Lorzentobelbrücke sorgt bei den drei Zuger Berggemeinden für Unmut. (Bild: PD)

Das Überholverbot bei der Lorzentobelbrücke sorgt bei den drei Zuger Berggemeinden für Unmut. (Bild: PD)

Auf der Kantonsstrasse vom Schmittli in Neuägeri bis zur Verzweigung Nidfuren nach Menzingen herrscht seit längerem Überholverbot. Bei dieser kurvigen und unübersichtlichen Strecke verständlich. Nun prangen seit Anfangs 2012 jedoch die Vorschriftssignale «Überholen verboten» auch ab der Verzweigung Nidfuren bis hin zum Moosrank und verlängern das Überholverbot auf fast 4 Kilometer. Sehr zum Ärger der Einwohner der drei Zuger Berggemeinden Menzingen, Unterägeri und Oberägeri, wie diese in einer gemeinsamen Medienmitteilung festhalten. Dem nicht vorhandenen Vorteil des Überholverbotes für die Verkehrssicherheit würden erhebliche Nachteile gegenüberstehen.

Landwirtschaftliche Fahrzeuge als Bremsklötze

Die Kantonsstrasse sowie die Lorzentobelbrücke dienen den drei Berggemeinden als wichtigste respektive einzige Erschliessungspunkte nach Zug. In einem landwirtschaftlich geprägten Gebiet sei es unumgänglich, dass sehr häufig landwirtschaftliche Fahrzeuge die Kantonsstrasse nutzen, heisst es in der Mitteilung weiter. Die meisten landwirtschaftlichen Fahrzeuge seien für eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h zugelassen und dürfen somit in einem Überholverbot nicht überholt werden, auch wenn diese auf Grund schwerer Ladung bloss 30 km/h oder weniger fahren. Lange Kolonnen und unüberlegte Handlungen gereizter Verkehrsteilnehmer seien die möglichen Folgen.

Gerichte haben entschieden

Die drei Berggemeinden haben gegen dieses unverhältnismässige Überholverbot Beschwerde eingelegt. Die Beschwerde wurde Ende 2012 zuerst durch den Regierungsrat und danach durch das Verwaltungsgericht Zug abgewiesen. Ein Weiterzug an das Bundesgericht ist nach Ansicht der drei Gemeinden nicht verhältnismässig.

pd/zim