BERGUNG: Feuerwehr rettet Ross aus einem Güllenloch

Heikler (und dreckiger) Job für die Freiwillige Feuerwehr Zug (FFZ): Am (heutigen) Donnerstagmorgen ist auf einem Zuger Bauernhof ein Pferd in eine Jauchegrube gefallen.

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Blick in die Jauchegrube während der Rettungsaktion. (Bild FFZ)

Blick in die Jauchegrube während der Rettungsaktion. (Bild FFZ)

Man mag es kaum glauben, wie das Pferd durch eine so kleine Öffnung in die Jauchegrube hinunterfallen konnte (siehe Bild unten; FFZ). Doch geschehen ist es auf jeden Fall: am (heutigen) Donnerstagmorgen auf einem Bauernhof am Zuger Lüssiweg. Ein gutes Dutzend Feuerwehrleute der FFZ musste zur Rettung des Tiers aufgeboten werden, auch der Kantonstierarzt war wegen des rund einstündigen Einsatzes dabei.

Zunächst sei das Güllenloch gelüftet worden, damit das Pferd keine Atemnot bekommt. Dann liessen sich zwei Feuerwerleute – gesichert, mit Atemschutz und Fischerstiefeln – in die Grube abseilen. Dort habe man dem Tier ein Bergenetz angezogen. «Zum Glück hat sich das Pferd brav verhalten», sagte Einsatzleiter Markus Pfiffner auf Anfrage. Schliesslich konnte das gemäss Schätzungen von Pfiffner 400-500 Kilogramm schwere Tier mit einem Pionierkran unverletzt geborgen werden. «Ein paar Quetschungen hat das Pferd wohl schon davongetragen; doch es hatte grosses Glück.»

Es sei beibleibe nicht das erste Mal, dass so etwas passiere. «Wir mussten etwa auch schon wegen eines in eine Jauchegrube gefallenen Munis ausrücken», sagt Pfiffner. Im Kanton Zug gebe es solche Vorfälle ein- bis zweimal pro Jahr. Wie es am Lüssiweg zu diesem Unfall kommen konnte, vermag Pfiffner nicht zu sagen. Normalerweise seien die Güllenlöcher auf jeden Fall verschlossen. «Möglicherweise hat das Pferd gescheut und dabei die vielleicht morsche Abdeckung durchbrochen – doch das ist Spekulation.»

Dave Schläpfer/Zisch