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BERICHT: Dem Zuger Wald geht es gut

Ein neuer Nachhaltigkeitsbericht gibt Auskunft über den Zustand des Zuger Waldes. Die Bilanz fällt positiv aus. Doch es bleiben Herausforderungen.
Livio Brandenberg
Der Wald erfüllt viele wichtige Aufgaben: Winteraufnahme vom Gnipen auf die Gemeinde Unterägeri. (Bild: PD/Direktion des Innern)

Der Wald erfüllt viele wichtige Aufgaben: Winteraufnahme vom Gnipen auf die Gemeinde Unterägeri. (Bild: PD/Direktion des Innern)

Livio Brandenberg

livio.brandenberg@zugerzeitung.ch

Vor fünf Jahren hat der Zuger Regierungsrat den kantonalen Waldentwicklungsplan verabschiedet. Darin legte er Nachhaltigkeitsziele fest und bestimmte, wie der Wald auf Kantonsgebiet zukünftig bewirtschaftet werden soll. Gemäss modernem Nachhaltigkeitsbegriff ist der Umgang mit der Ressource Holz und Wald so definiert, dass der Wald seine wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Funktionen auch für nachfolgende Generationen erfüllen kann.

Ob die Ziele erreicht wurden, darüber zieht der Kanton jetzt Bilanz mit dem Nachhaltigkeitsbericht «Wald» des Amtes für Wald und Wild. Die Kurzantwort laut einer Mitteilung des Kantons ist: ja. «Insgesamt ist der Zuger Wald in einem zufriedenstellenden Zustand und hat sich in den letzten Jahrzehnten positiv entwickelt», bilanziert Albin Schmidhauser, Leiter Amt für Wald und Wild. «Die grössten Herausforderungen stellen die Auswirkungen des Klimawandels, die Zunahme von invasiven Pflanzen und Tieren sowie die voraussichtlich weiterhin tiefen Holzpreise dar.»

Häufigster Baum ist die Fichte

Im Bericht wird der Waldzustand anhand der folgenden Themengebiete analysiert: Waldressourcen, Holznutzung, Schutzwälder, biologische Vielfalt sowie Gesundheit und Vitalität. Dargestellt wird – je nach Datenlage – die Entwicklung der letzten zwanzig bis dreissig Jahre bis in die Gegenwart. Hier sind einige der wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst:

-Im Kanton Zug hat es 6371 Hektaren Wald. Damit sind 28 Prozent der Kantonsfläche bewaldet. Die totale Waldfläche hat sich seit 1995 nur wenig verändert. Rodungen wurden jeweils flächentreu ersetzt und neue Waldflächen sind kaum dazugekommen.

-Zu den häufigsten Baumarten gehören die Fichte (38 Prozent), die Tanne (23 Prozent), die Buche (17 Prozent) und die Esche (7 Prozent). Zwischen 1993 und 2010 hat sich die Zahl starker Bäume mit grossem Durchmesser verdoppelt. Diese stellen für zahlreiche Lebewesen einen wichtigen Lebensraum dar.

-Seit den Achtzigerjahren sind die Holzerlöse kontinuierlich gesunken. 97 Prozent des Holzes aus dem Zuger Wald werden in der Region und den angrenzenden Kantonen verarbeitet. Direkt ins Ausland gehen nur 3 Prozent.

-In den Jahren 2008 bis 2015 wurden im Kanton Zug 926 Hektaren Schutzwald gepflegt. Dies entspricht einem Drittel der gesamten Schutzwaldfläche. Die Schutzwälder erfüllen ihre Funktion grossmehrheitlich gut.

-Die Stürme Vivian (1990), Lea (1992) und Lothar (1999) boten trotz rascher Entnahme des Sturmholzes ideale Brutbedingungen für den Borkenkäfer.

Hinweis

Zum Bericht: www.zg.ch/behoerden/direktion-des-innern/wald-und-wild/a-wald/waldfunktionen.

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