Berufslehren sind so beliebt wie noch nie

Im Kanton Zug haben von insgesamt 1086 Schulabgängern nur gerade 35 Jugendliche (3 Prozent) noch keine Lösung oder treten direkt in die Arbeitswelt ein. 742 (68 Prozent) Jugendliche absolvieren eine berufliche Grundbildung, was für den Kanton Zug einen neuen Rekord darstellt.

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Diesen Sommer traten 1086 Jugendliche im Kanton Zug aus der Volksschule, den kantonalen Brückenangeboten,dem Gymnasium oder dem Motivationssemester «Einstieg in die Berufswelt EiB» aus. Wie das Amt für Berufsberatung (BIZ) Zug mitteilte, hatten nach lediglich 35 Jugendliche (3 Prozent) nach dem Schulaustritt noch keine Lösung oder treten direkt in die Arbeitswelt ein. 85 (8 Prozent) beginnen eine Mittelschule und 224 (21 Prozent) besuchen ein Brückenjahr. Der überwiegende Teil der Jugendlichen, nämlich 742 (68 Prozent, absolvieren eine berufliche Grundbildung, was laut Angaben des BIZ für den Kanton Zug einen neuen Rekord darstellt.

Deutlicher Rückgang beim Gymnasium

In den letzten Jahren hat sich im Kanton Zug das Angebot an Lehrstellen stetig von 1194 im 2009 auf 1356 im 2011 erhöht. Während die Zahl der Jugendlichen in etwa konstant blieb, stieg der Anteil der Jugendlichen, welche in eine Berufsausbildung einsteigen. Dafür treten dieses Jahr laut Mitteilung weniger ins Gymnasium über (2010: 75, 2011: 53). Besonders bei den Knaben hat sich das Verhältnis drastisch verändert, indem letztes Jahr 24, dieses Jahr nur noch 12 ins Gymnasium wechselten. Bei den Mädchen gab es einen Rückgang von 51 auf 41. Dafür stieg der Anteil an Knaben, welche die Fachmittelschule FMS besuchen von 3 auf 7 an, bei insgesamt 32 Übertritten.

Ausbildungen im kaufmännischen Bereich oder im Detailhandel sind mit 249 (34 Prozent) weiterhin die Spitzenreiter bei den Berufsausbildungen. Insgesamt verteilen sich die Jugendlichen auf 96 verschiedene Berufe. Bei den Knaben wurde die Ausbildung zum Detailhandelsfachmann vom 2. auf den 10. Rang verdrängt. Auf den ersten drei Plätzen liegen bei den Knaben Kaufmann, Elektroinstallateur und Informatiker, bei den Mädchen Kauffrau, Detailhandelsfachfrau und Fachfrau Gesundheit.

Für viele ist der Übergang noch nicht geschafft

Von den 35 Jugendlichen, welche keine Lösung haben, sind die meisten noch auf Stellensuche. Sieben geben an, dass sie nicht wissen, was sie machen sollen, und zwei kehren in ihr Heimatland zurück, um dort eine Schule zu besuchen.

pd/zim