BERUFSWAHL: Damit sie wissen, wos langgeht

Ein Ordner und ein Pass unterstützen neuerdings Zuger Schüler auf der Suche nach dem richtigen Beruf. Eltern werden so besser miteingebunden, Lehrer entlastet.

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Der Berufswahlordner liegt zurzeit auf den Zuger Schulbänken. (Bild Domonik Hodel/Neue ZZ)

Der Berufswahlordner liegt zurzeit auf den Zuger Schulbänken. (Bild Domonik Hodel/Neue ZZ)

«Bitte streicht alle ein Wort an, mit dem ihr eure berufliche Zukunft am besten beschreiben könnt», sagt die Redaktorin des neuen Berufswahlordners, Claudia Fugazza, zu den Schülern. Es fallen Begriffe wie «gestalterisch» oder «Motivation».

Die Informationen kompakt im Ordner
Die erste Orientierung für Lehrstellensuchende findet klassenweise in der zweiten Oberstufe statt. Die Schüler erhalten alle notwendigen Informationen kompakt in Form des neuen Berufswahlordners. Daraus ist ersichtlich, welche Berufe man im Kanton Zug erlernen kann und welche Wege es gibt, um ins Gymnasium überzutreten oder eine Fach- beziehungsweise Wirtschaftsmittelschule zu besuchen.

Im Ordner sind auch Dokumente enthalten, die die Jugendlichen während ihrer Suche nach einer Stelle gezielt einsetzen sollen: Der Berufswahlpass etwa. In ihm halten die Schüler die Eindrücke über ihre Schnupperlehren fest. So soll erreicht werden, dass die Jugendlichen sich intensiver und gezielter auf Schnupperlehren und Lehrstellenbewerbungen vorbereiten.

Auch die Eltern sind in die Lehrstellensuche integriert
Nach der Informationsveranstaltung für die Schüler lädt das Amt für Berufsberatung die Eltern ein, um ihnen einen Einblick in den Ordner zu gewähren. Auch beim Berufswahlpass werden die Eltern miteingeschlossen: Sie müssen den Pass unterschreiben, bevor die Jugendlichen diesen den Bewerbungen beilegen. Zu Gunsten der Lehrstellensuchenden wurden auch die Lehrbetriebe in das Projekt miteinbezogen. Das Amt für Berufsberatung hat allen Lehrbetrieben im Kanton Zug ein Formular zukommen lassen, mit dem sie kurz und einfach Rückmeldungen für die Bewerber machen können.

«Auch die Lehrkräfte können mit dem Ordner entlastet werden, denn die Schulen fördern die Schüler individuell und dies ist zeitaufwändig», sagt Lehrer Paul Iten aus Oberägeri. Mit dem Ordner könnten die Schüler individuell und selbstständig arbeiten, da jeder Schritt während der Lehrstellensuche dokumentiert und im Ordner festgehalten werde. Das passt auch den Schülern: «Den Ordner finde ich auf jeden Fall eine gute Sache, da er mir hilft herauszufinden, welcher Beruf mich anspricht und den Überblick über meine Bewerbungen und Schnupperlehren zu behalten», sagt die 14-jährige Doris Leemann.

Sabrina Izumi

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Zuger Zeitung.