Besitzer fühlt sich wohl in Mordwohnung

Würden Sie gerne in einem Schlafzimmer aufwachen, in dem jemand umgebracht wurde? Einem Zuger macht dies nichts aus.

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Die Attikawohnung, in der sich das Tötungsdelikt ereignet hatte. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Die Attikawohnung, in der sich das Tötungsdelikt ereignet hatte. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

«Ich habe von der Vergangenheit der Wohnung von Anfang an gewusst – doch dies belastet mich nicht», versichert Peter H. Der Ort des Verbrechens vor drei Jahren habe quasi nichts mehr mit dem Aussehen der jetzigen Wohnung zu tun. Die Attika-Wohnung sei in den Zustand des Rohbaus zurückversetzt worden.

«Sämtliche Wandverkleidungen, fixen Einrichtungen wie Küche und Bad sind entfernt worden, und ich konnte die Wohnung nach meinen Wünschen neu gestalten», berichtet der 52-jährige Doktor der Ökonomie. Das Apartment wurde sozusagen komplett entkernt. Und nicht nur das. «Im Schlafzimmer, wo die beiden Frauen umgebracht wurden, hat man sogar die Decke und den Boden herausgenommen, weil durch den Schwelbrand die Fussbodenheizung derart in Mitleidenschaft gezogen worden ist, dass das Wasser durch die Röhren nicht mehr geflossen ist.»

Der Mörder hat bekanntlich die beiden Frauen – eine 54-jährige Millionärin und ihre Putzfrau – zuerst erwürgt, bevor er durch das Anzünden einer Bettdecke Spuren seiner Gewalttat und seines Wohnungsraubs verwischen wollte. «Wegen der Vergangenheit der Wohnung konnte ich noch nie schlecht schlafen.» Es gebe ja nichts mehr, was ihn an die furchtbare Tat erinnere. Das Einzige, was ihm zunächst zu schaffen machte, sei der penetrante Brandgeruch gewesen.

Wolfgang Holz

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