Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Totalsperre Margel-Talacher: Besonders Edlibach ist betroffen

Die Vollsperrung in Baar bringt Mehrverkehr mit sich. Doch dank der Ferienzeit hält er sich in Grenzen.
Rahel Hug
Vom 8. Juli bis zum 11. August ist die Strecke zwischen Talacher (im Bild) und Margel gesperrt. (Bild: Stefan Kaiser, Baar, 9. Juli 2019)

Vom 8. Juli bis zum 11. August ist die Strecke zwischen Talacher (im Bild) und Margel gesperrt. (Bild: Stefan Kaiser, Baar, 9. Juli 2019)

Die Strasse sei völlig verstopft gewesen, ärgert sich ein Vespafahrer, der am Mittwoch im Feierabendverkehr in der Stadt Zug unterwegs war. Grund für seinen Frust könnte unter anderem die Vollsperrung des Strassenabschnitts oberhalb Baar zwischen Margel und Talacher sein. Die Sperrung dauert vom 8. Juli bis zum 11. August und ist nötig, damit die Baudirektion des Kantons Zug die Ägeristrasse in Baar sanieren kann. Die Umleitung erfolgt über Zug oder Edlibach. Wie wirkt sich dies auf die Ägeristrasse in Zug und den Knoten Edlibach aus?

Franz Forster, ehemaliger Chef der Metzgerei Forster, die an der Ägeristrasse 45 in Zug beheimatet ist, hat den Mehrverkehr bemerkt. «Für die Kunden unserer Metzgerei ist es mühsam, denn sie können die Strasse nicht mehr einfach überqueren», sagt er. Beim Restaurant Rütli gebe es einen Fussgängerstreifen und dann erst wieder beim Obmoos. Wenn die Busse anhalten, komme es ausserdem zu Rückstaus, berichtet Forster. Die Verkehrszunahme sei besonders zu den Stosszeiten, am Morgen und bei Feierabend, zu beobachten. Beim Chriesihof Talacher spürt man etwas anderes: Die fehlenden Käufer, die bisher von Baar her kamen.

«Wir haben etwa einen Viertel bis einen Drittel weniger Kundschaft», sagt Pirmin Limacher vom Chriesihof. Er habe aber zurzeit auch sehr viele Chriesi, räumt er ein. «Starken Mehrverkehr habe ich bisher nicht festgestellt», so Limacher.

Stärker betroffen ist Edlibach. Wie der Menzinger Gemeindepräsident Andreas Etter bestätigt, spürt man in Edlibach den zusätzlichen Verkehr, vor allem auf der Strecke Nidfuren–Edlibach. Auch bei der Kreuzung in Edlibach zeigen sich die Auswirkungen der Vollsperrung. «Die Kreuzung ist ja sonst schon stark befahren», erklärt Etter. «Wenn jetzt mehr Verkehr von Nidfuren her kommt und dieser dann links nach Baar/Sihlbrugg/Zürich abbiegen will, führt es zu Rückstau.» Die Linksabbieger nach Ägeri von Menzingen her kommend seien dann auch nicht in einer «einfachen Situation». Dadurch, dass die Vollsperrung in den Sommerferien erfolgt, hielten sich die negativen Auswirkungen aber in Grenzen. Und Etter fügt an: «Durch die vorgängige Information und gute Signalisation der Umleitung entstehen keine unnötigen Haltemanöver.»

«Der Verkehr 
nimmt spürbar ab»

Bei der Stadt Zug hat man bislang auf der Ägeristrasse zwischen Kolinplatz und Talacher keine Staus festgestellt, wie die Nachfrage bei der Kommunikationsabteilung zeigt. «Während der Sommerferien nimmt der Verkehr in der Stadt aber jeweils deutlich ab, sodass ein allfälliger Mehrverkehr aufgrund der Sperre Margel-Talacher gut kompensiert werden kann», sagt Thomas Gretener, Kommunikationsbeauftragter. Es sei «sinnvoll und gut», dass die Sperrung in den Ferien erfolge. «Ein anderer Zeitpunkt für die Vollsperre wäre wohl auch kantonsseitig nicht möglich gewesen. Vor allem ab der zweiten Ferienwoche nimmt der Verkehr jeweils spürbar ab.»

Die Baudirektion habe im Vorfeld untersucht, wie sich der Verkehr bei einer Vollsperrung des Abschnitts Margel-Talacher verlagern wird, sagt Baudirektor Florian Weber. Wie die ersten beiden Tage zeigten, habe es nirgendwo «übermässige Verkehrsprobleme» gegeben. «Die Verkehrsteilnehmenden haben die signalisierten Umleitungsrouten gut angenommen. Es gab zudem wenig Schleichverkehr durch Wohnquartiere.» Weder die Stadt Zug noch die Gemeinde Baar hätten negative Auswirkungen vermeldet. Die Baudirektion behalte die Situation jedoch weiter im Auge.

Die ZVB-Busse der Linie 34 verkehren während der Sperre nur noch bis zur Haltestelle Hof Himmelrich. Die Haltestellen Neuguet und Moos werden nicht bedient. Laut Karin Fröhlich, Mediensprecherin der ZVB, hat die Umstellung gut funktioniert. Aufgrund der Ferienzeit seien weniger Kunden, insbesondere auch weniger Schüler unterwegs. «Es sind genügend Kapazitäten vorhanden» sagt Fröhlich auf die Frage, ob die Kurse von Zug in die Berggemeinden verstärkt wurden.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.