Besser als erwartet: Unterägeri verzeichnet 3,7 Millionen Franken Überschuss

Die Jahresrechnung der Gemeinde Unterägeri schliesst mit einem Plus ab. Dies liegt auch an höheren Steuererträgen.

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(mua) Die Jahresrechnung der Einwohnergemeinde schliesst um 3,7 Millionen Franken besser ab als erwartet. Die Verwaltung habe die Kosten im Griff, heisst es in der entsprechenden Medienmitteilung der Gemeinde. Der Gesamtaufwand weicht nur geringfügig vom Budget ab, er unterschreitet die geplanten Ausgaben um 0,8 Prozentpunkte. Die Mehreinnahmen bei den Steuern von 3,1 Millionen Franken spiegeln sich somit uneingeschränkt im Jahresergebnis ab. Statt des geplanten Defizits von 0,4 Millionen Franken kann ein Ertragsüberschuss von 3,4 Millionen ausgewiesen werden.

Die beeinflussbaren Ausgaben decken sich mehrheitlich mit den budgetierten Aufwendungen, heisst es weiter. Abweichung innerhalb einzelner Bereiche sind in geringem Ausmass zu verzeichnen, konnten aber jeweils anderweitig kompensiert werden. Insbesondere die Abteilung Soziales hat ihre Aufwendung erheblich verringern können, was im Hinblick auf die mit grosser Sicherheit zu erwartenden künftigen Aufgaben nicht zu unterschätzen ist.

Höhere Steuererträge bei den natürlichen Personen

Die Steuererträge der natürlichen Personen, sowohl die laufenden Erträge wie auch die Nachbezüge aus den Vorjahren sorgen für eine Budgetüberschreitung von 2,1 Millionen Franken. Massgeblich dazu beigetragen haben insbesondere die Mehrerträge aus den Vermögenssteuern. Tiefer als im Vorjahr sind die Erträge aus den Grundstückgewinnsteuern ausgefallen, sie übersteigen das Budget trotzdem noch um rund 1,1 Millionen Franken.

Die ordentlichen Steuererträge, vorwiegend bei den natürlichen aber auch den juristischen Personen, zeigen einen nachhaltigen Zuwachs, was Finanzchef Josef Iten-Nussbaumer sehr zuversichtlich stimme. Die für das Jahr 2020 vorgenommene Reduktion des Steuerfusses auf neu 60 (bisher 64) Prozentpunkte erweist sich laut Medienmitteilung als richtiger Schritt.

Geringere Investitionen

Mit 2,5 Millionen Franken sind die Nettoinvestitionen rund 0,8 Millionen Franken geringer als geplant ausgefallen. Die zeitliche Verzögerung bei mehreren kleineren Projekten ist dafür die Ursache. Diese Projekte werden im laufenden Jahr realisiert und zeitgleich mit dem Schulhaus Acher Mitte ausgeführt. Die linear vorgenommenen Abschreibungen von 1,5 Millionen Franken sowie die budgetierten zusätzlichen Abschreibungen von 1,5 Millionen Franken ergeben per Jahresende ein Verwaltungsvermögen von 11,2 Millionen Franken.

Der Finanzhaushalt der Einwohnergemeinde steht somit sehr solide da. Trotzdem will Finanzchef, Gemeinderat Josef Iten-Nussbaumer, den eingeschlagenen Weg weiterverfolgen und das Kostenbewusstsein weiter fördern. Mit Blick auf die aktuellen Ereignisse muss davon ausgegangen werden, dass diese sich auch bei den Gemeindefinanzen spürbar auswirken, teilweise bereits im Jahr 2020, sicher und markant aber in den Folgejahren.

Gemeindeversammlung abgesagt

Die Gemeindeversammlung vom 15. Juni ist abgesagt worden. Die ursprünglich geplanten Traktanden, inklusive Jahresrechnung 2019, werden auf die Gemeindeversammlung vom 14. Dezember 2020 verschoben, teilt die Gemeinde mit. Die detaillierte Jahresrechnung 2019 und die in der Vorlage jeweils üblichen Ausführungen werden zeitnah auf der Gemeindewebseite publiziert.