BESTATTUNG: «Bestattung kann man nicht kaufen»

Wer nicht zahlt, bekommt auch nichts. Dieser Grundsatz gilt – wenigstens in der Kirche – nicht immer. Denn Sakramente sind keine Dienstleistungen.

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«Eine Gleichbehandlung von Steuer zahlenden Mitgliedern und nicht zahlenden Personen kann zwar als ungerecht empfunden werden.» Dies schreibt der reformierte Kirchenrat (Exekutive) auf eine Interpellation des Hünenbergers Eric Frischknecht im kantonalen Kirchenparlament. Dieser hatte sich nach allfälligen «Gebühren für kirchliche Dienste für Nichtmitglieder» erkundigt.

«Keinen Gottesdienst verkaufen»
Kirchenmitglieder würden mit ihren Steuern nicht primär individuelle Dienste «einkaufen», sondern eine Institution unterstützen, deren Engagement sie für sinnvoll halten und der sie sich zugehörig fühlen würden, schreibt der Kirchenrat. Und er teilt den Zürcher Grundsatz: «Die Kirche verkauft keine Gottesdienste.» Oder umgekehrt: «Eine Bestattung kann man nicht kaufen.» Eine Gebührenordnung würde die Gefahr bergen, eine Dienstleistung gegen Bezahlung zu erbringen. Der Kirchenrat weiter: «Kasualien und Sakramente sind aus Sicht der Kirche keine Dienstleistungen. Der Entscheid, eine kirchliche Handlung durchzuführen, ist ein seelsorgerlicher.» Kasualien sind kirchliche Handlungen wie eine Beisetzung.

Karl Etter

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Zuger Zeitung.