BETREUUNG: Tagesschulen: Eltern schätzen die Angebote

Die Zuger Gemeinden haben ihre Hausaufgaben gemacht: Viele bieten eine familien- ergänzende Betreuung an. Das hat aber seinen Preis.

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Impression vom Tag der offenen Tür in der Tagesschule im Schulhaus Matten in Hünenberg. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Impression vom Tag der offenen Tür in der Tagesschule im Schulhaus Matten in Hünenberg. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Heute tragen die öffentlichen Schulen des Kantons Zug den gesellschaftlich veränderten Bedürfnissen der Familien immer mehr Rechnung. Sie haben umstrukturiert und eine ausserschulische Tagesstruktur für Kindergärtler und Primarschüler geschaffen. Fast alle Schulen bieten heute neben den Blockzeiten am Vormittag diverse Betreuungsformen an: von frühmorgens bis zum späten Nachmittag. Ein wesentlicher Vorteil aller Angebote ist, dass die Eltern eine auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Lösung wählen können. Diese Dienstleistungen sind allerdings nicht gratis – die Eltern müssen je nach Einkommen mehr oder weniger dafür bezahlen.

Ein Problem aber bleibt: Diese Dienstleistungen stehen nur während der Schulzeit zur Verfügung. Die Eltern müssen also für die 13 Ferienwochen pro Jahr selber nach Lösungen suchen. Einzig die Stadt Zug bietet ein Betreuungsangebot in den Ferien an. 

Ausbau läuft
Mit dem neuen Schuljahr führen neben Cham auch Risch und Unterägeri modulare Tagesschulmodelle ein. Die Schule Risch sieht eine Tagesstruktur vor, die morgens ab 7.15 Uhr beginnt, bevor die Kinder den Unterricht besuchen, und eine Betreuung über Mittag und am Nachmittag umfasst (siehe Kasten). Neu besteht auch in Unterägeri die Möglichkeit der durchgehenden Betreuung durch die Schule an vier Tagen, und zwar von 7.30 bis 17 Uhr.

Spezialkonzept
In Hünenberg startet im Schulhaus Matten ab 18. August eine Tagesschule mit einem pädagogischen Konzept. Es sieht vor, dass Lehrer neben dem Unterricht zwischen 7.30 und 17.30 Uhr auch Betreuungsaufgaben übernehmen. «Wir haben sechs Anmeldungen», bestätigt Rektor Rolf Schmid. Das Angebot war bereits auf den Beginn des letzten Schuljahres geplant, musste aber mangels Interesse verschoben werden.
Die Kosten für die Tagesschule betragen im Monat 700 Franken, was gegenüber privaten Angeboten als eher günstig einzustufen ist. Laut Schmid gibt es Platz für bis zu 16 Kinder. «Es braucht vielleicht eine gewisse Zeit, bis alle Plätze besetzt sind.» Der Rektor ist zuversichtlich, dass dieses Angebot in einem geschützten Raum Anklang finden wird. Denn: «Die meisten Mütter arbeiten heute schon teilzeitlich.» Kein Wunder, wächst der Bedarf stetig. Wie Schmid weiss, stossen die nachschulischen Angebote in Hünenberg auf grosse Resonanz. «Im Kemmatten-Schulhaus müssen wir demnächst den Mittagstisch ausbauen.»

Monika Wegmann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Zuger Zeitung.