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Betreuung wird in Modulbauten verlegt

Christopher Gilb

Erweiterungsbau «Wir hätten mit der Vorlage sicher ein halbes Jahr früher bei Ihnen sein können – diesen Zeitdruck bedaure ich.» Es hatte seinen Grund, wieso Bildungschefin Vroni Staub noch vor den Kommissionspräsidenten das Wort ergriff. Beraten wurde der Antrag des Stadtrats für einen Baukredit für Modulbauten beim Schulhaus Guthirt. Ab dem Schuljahr 2017/18 steigt dort die Schülerzahl deutlich an. Das Schulhaus braucht deswegen in den nächsten Jahren drei weitere Klassenzimmer. Der Stadtrat will die Zimmer im Schulhaus, die derzeit für die ausserschulische Betreuung genutzt werden, wieder ihrem ursprünglichen Zweck zuführen und die ausserschulische Betreuung in einen temporären Bau aus 26 Modulen verlegen. Diese Lösung werde acht Jahre genügen.

Der Grosse Gemeinderat hatte an dem Geschäft einiges auszusetzen, gerügt wurde hauptsächlich der Zeitfaktor. «In der Bau- und Planungskommission wurde dieses Vorhaben kontrovers diskutiert, wir stimmten eher aus Zeitdruck denn aus Begeisterung mit 8 zu 3 Stimmen zu», so Urs Bertschi (SP), der ­Präsident der Kommission. Als ­kontrovers sei unter anderem ­angesehen worden, dass pro Stockwerk eine eigene Küche eingeplant sei und die Modulbauten vom gleichen Hersteller wie die anderen Modulbauten in Zug kämen, was für den Wettbewerb nicht ideal sei. Das grosse Problem sei aber, dass der Stadtrat zu spät auf Veränderungen ­reagiere. Wachstum habe eben seinen Preis in Form von Infrastruktur. Auch der Präsident der ebenfalls involvierten Geschäftsprüfungskommission (GPK), Philip C. Brunner von der SVP, rügte die Zeitplanung des Stadtrats. «Mein Stirnrunzeln kam Anfang Jahres, als ich von der Stadtkanzlei darüber informiert wurde.» Die Schulraumplanung müsse ganzheitlicher sein. Die GPK stimmte dem Antrag insgesamt trotzdem zu. Auch alle anderen Fraktionen bis auf die SVP kündigten an, dem Antrag zuzustimmen, ihre Redner rügten aber teils die gleichen Punkte wie die Kommissionen. «Wir unterstützen das Projekt als Ganzes, für uns ist es schon Flickwerk genug», so Daniel Blank (FDP).

Die SVP beantragte, nur einen Baukredit für 14 Module in der Höhe von 1,6 Millionen Franken zu sprechen statt der verlangten 2,96 Millionen Franken für 26 Module. Für zwei Jahre, so ihr Redner Jürg Messmer, sollten die 14 Module reichen, da momentan nur Platz für einen neuen 5. Kindergarten benötigt würde. Danach könnten die freiwerdenden Modulbauten vom Schulhaus Riedmatt dazugenommen werden. Ausserdem stellte er in Frage, ob der Stadtrat einen Plan B habe. «Ja, der Plan B sind Container», antwortete Bauchef André Wicki. Diese müssen alle zwei Jahre erneuert werden. Wicki wies noch einmal darauf hin, dass erst spät klar geworden sei, dass so viele zusätzliche Plätze im Guthirt benötigt würden. In der Schlussabstimmung wurde dem Antrag des Stadtrats dann mit 26 Stimmen zugestimmt. Der Kredit ist damit bewilligt. Nein sagten die ganze SVP-Fraktion und SP-Politiker Bertschi.

Christopher Gilb

christopher.gilb@zugerzeitung.ch

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