Betrüger getarnt als Polizisten – Zuger Polizei warnt vor fieser Masche

Sie erzählen am Telefon, es bestehe die Gefahr eines Einbruchs. Und bieten den Opfern an auf ihre Wertgegenstände aufzupassen.

Zoe Gwerder
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(zg) Im Kanton sind seit Donnerstag Betrüger am Werk, die sich am Telefon als Polizisten ausgeben. Gemäss der Zuger Polizei gab es, Stand Freitagnachmittag, bereits mehrere Dutzend Meldungen von Personen, welche den Betrug bemerkten und diesen der Polizei meldeten. Wie Polizeisprecher Frank Kleiner sagt, geben sich die Betrüger als Mitarbeiter der Polizei aus und erzählen dem Gegenüber am Telefon Geschichten. «Beispielsweise, dass es in der Umgebung einen Einbruch gegeben habe und die Polizei Hinweise habe, dass als Nächstes bei der von den Betrügern angerufenen Person eingebrochen werde.» Auch von einem bevorstehenden Hackerangriff auf ihr Bankkonto sei schon die Rede gewesen. «Die Betrüger bieten den Leuten an, ihre Wertgegenstände und ihr Geld in Sicherheit zu bringen», erklärt Kleiner.


Er betont, dass richtige Polizisten der Zuger Polizei immer Mundart sprechen. «Und wir führen Befragungen zu Wertgegenständen oder Finanzen nie am Telefon durch.» Es sei wichtig, dass man insbesondere ältere Leute warne. Die Zuger Polizei rät, bei einem solchen Anruf ohne weitere Angaben den Hörer richtig aufzulegen und über die Nummer 117 die Polizei anzurufen. «Leider gibt es inzwischen Möglichkeiten, dass es so aussieht, als käme der Anruf von einer unserer Nummern», erklärt Kleiner. Es sei auch vorgekommen, dass den Leuten angeboten worden sei, die Polizei zurückzurufen, indem sie zuerst eine Eins und danach die 117 eingegeben werden sollten. Dies habe den Anruf aber nur wieder zu den Betrügern geleitet.

Kleiner appelliert auch an die jüngere Bevölkerung, ihre Eltern, Nachbarn oder Bekannten über die Masche der Betrüger zu informieren. Es sei wichtig, dass man insbesondere ältere Leute warne. «Bei uns melden sich meist nur jene, die den Betrug als solchen erkannt haben.» Wer auf den Trick hereinfalle und sein Geld den Betrügern gebe, melde sich aus Scham in den meisten Fällen nicht. Entsprechend hoch sei die Dunkelziffer bei solchen Betrugsmaschen. «Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit kann dies zu traurigen Fällen führen», so Kleiner. Denn nebst der Scham, welche die Betroffenen quäle, führe auch der Verlust der Ersparnisse oft zu finanzieller Not.