«Betschart soll seine Sicht darlegen»

Gemeinderat Karl Betschart sieht sich mit happigen Forderungen konfrontiert. Politologe Iwan Rickenbacher rät zur Offenheit.

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Rund eine halbe Million Franken soll der Baarer Gemeinderat Karl Betschart in den Jahren 1997 bis 2002 in die eigene Kasse abgezweigt haben. Gegen den SVP-Politiker juristisch aktiv geworden ist die Bildex AG, die Geschäftsbeziehungen mit Betscharts Treuhandfirma Tharpex AG pflegte. Zu beachten ist: Es gilt die Unschuldsvermutung.

Diese sogenannte Unshuldsvermutung sei ernst zu nehmen, sagt der Politologe Iwan Rickenbacher im Interview mit der Neuen Zuger Zeitung, Betschart wäre laut Rickenbacher klug beraten gewesen, seine Wähler vor dem Wahltag über eine aus seiner Sicht ungerechtfertigte Anklage zu informieren. Korrekt war, dass Karl Betschart gemäss Aussage des Gemeindepräsidenten seine Ratskollegen zu Beginn der Amtsperiode über die Eröffnung eines Verfahrens gegen ihn informiert hat. Es wäre laut Rickenbahcer vernünftig, wenn Betschart den Gemeinderat auch über den weiteren Verlauf des Verfahrens orientierte.

Yvonne Anliker

<strong><em>Das ausführliche Interview mit Iwan Rickenbacher lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Zuger Zeitung.</em></strong>