Bevölkerung im Kanton Zug wächst

Die ständige Wohnbevölkerung im Kanton Zug ist gemäss der eben publizierten Zahlen im Jahr 2017 um 1473 Personen auf insgesamt 125 421 Einwohnerinnen und Einwohner gewachsen (+ 1,2 Prozent). Damit weist Zug das höchste kantonale Wachstum auf. Diese Zunahme ist hauptsächlich auf die internationale Zuwanderung zurückzuführen.

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Der Kanton Zug weist das höchste kantonale Wachstum auf. (Bild: Werner Schelbert)

Der Kanton Zug weist das höchste kantonale Wachstum auf. (Bild: Werner Schelbert)

2967 Personen sind 2017 aus dem Ausland in den Kanton Zug gezogen, 2123 haben den Kanton in die Gegenrichtung verlassen (internationaler Wanderungssaldo: +844 Personen). Mit den anderen Kantonen war das Verhältnis zwischen Zu- und Wegzügen dagegen fast ausgeglichen (interkantonaler Wanderungssaldo: +91 Personen). Rund ein Drittel des Bevölkerungswachstums lässt sich auf den Geburtenüberschuss zurückführen (+462 Personen). Dies schreibt die Baudirektion in einer aktuellen Medienmitteilung.

Obwohl die ausländische Bevölkerung im Kanton Zug 2017 stärker gewachsen ist als die Schweizerische (+2,5 % gegenüber +0,7 %) hat sich der Anteil der Ausländerinnen und Ausländer an der Gesamtbevölkerung nur wenig erhöht. Ende 2017 lebten 34991 Menschen mit ausländischer Nationalität im Kanton Zug. Dies entspricht einem Ausländeranteil von 27,9 Prozent (2016: 27,5 %). Im Schweizerischen Mittel betrug der Wert 25,1 Prozent.

Unterschiedliches Wachstum in den Gemeinden

Cham ist im vergangenen Jahr mit einem Plus von 2,2 Prozent am stärksten gewachsen. Ebenfalls über dem kantonalen Mittel war das Wachstum in Risch (+1,5%), Steinhausen (+1,4%) sowie Unterägeri und Zug (je +1,3%). Etwas weniger Einwohnerinnen und Einwohner als im Vorjahr zählten dagegen Hünenberg (-3 Personen) und Walchwil (-9 Personen). Ausschlaggebend war, dass in diesen beiden Gemeinden mehr Menschen weg- als zugezogen sind.

Laut Medienmitteilung sind 2017 3705 Personen innerhalb des Kantons umgezogen. Dies entspricht ungefähr dem langjährigen Mittel, bedeutet aber gegenüber dem hohen Wert im Jahr 2016 (4'168 interkommunale Umzüge) einen Rückgang um zehn Prozent. Es ist grundsätzlich bemerkenswert, dass die Umzüge innerhalb des Kantons seit der Jahrtausendwende zwar tendenziell etwas zugenommen haben, aber nicht im gleichen Umfang, wie die Bevölkerung gewachsen ist. (red)

Hinweis zu den Daten

Die Statistik der Bevölkerung und der Haushalte (STATPOP) ist Teil des eidgenössischen Volkszählungssystems. Sie liefert Informationen zum Bestand und zur Struktur der Wohnbevölkerung am Jahresende sowie zu den Bevölkerungsbewegungen während des Kalenderjahres.

Zur ständigen Wohnbevölkerung zählen: alle schweizerischen Staatsangehörigen mit einem Hauptwohnsitz in der Schweiz; ausländische Staatsangehörige mit einer Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung für mindestens zwölf Monate (Ausweis B oder C oder EDA-Ausweis [internationale Funktionäre, Diplomaten und deren Familienangehörige]); ausländische Staatsangehörige mit einer Kurzaufenthaltsbewilligung (Ausweis L) für eine kumulierte Aufenthaltsdauer von mindestens zwölf Monaten; Personen im Asylprozess (Ausweis F oder N) mit einer Gesamtaufenthaltsdauer von mindestens zwölf Monaten. (red)