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Bevölkerung soll bei der Umfahrung mitreden

Wie müssen die flankierenden Massnahmen zur Umfahrung Cham-Hünenberg angelegt sein, damit sie breite Anerkennung finden? Die Baudirektion sowie die Gemeinden Cham und Hünenberg wollen sich dieser Frage im kommenden Jahr gemeinsam annehmen – mit Hilfe der Bevölkerung.
Stockender Verkehr in Chams Zentrum. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Stockender Verkehr in Chams Zentrum. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Das Bauprojekt für die Umfahrung Cham-Hünenberg wird vorerst nicht öffentlich aufgelegt. Grund für die Verschiebung ist die breite Opposition gegen Teile der flankierenden Massnahmen, namentlich gegen die vorgesehene Spange beim Neudorfcenter im Dorfkern von Cham. In Absprache mit den Gemeinden Cham und Hünenberg wird nun der Fächer bei den flankierenden Massnahmen nochmals geöffnet und die Bevölkerung bei der Entwicklung einer Bestvariante beteiligt, wie die Baudirektion Kanton Zug am Donnerstag mitteilte.

Stadt Zug hats vorgemacht

Gemäss Baudirektor Heinz Tännler hat sich dieser Zwischenschritt schon andernorts bewährt. «Gerade bei Projekten, wo es darum ging, kantonale und gemeindliche Ziele zu verbinden, konnten wir von der öffentlichen Mitwirkung enorm profitieren und relativ schnell zu breit getragenen Lösungen vorankommen.» Als Beispiel nennt Tännler das Verfahren beim Stadttunnel Zug. Die guten Erfahrungen in Zug hätten die Baudirektion bewogen, den Mitwirkungsprozess in Cham und Hünenberg ähnlich zu organisieren. Die Baudirektion hat sich mit den Gemeinden auf eine Vorgehensweise geeinigt und diese in einer Projekt-Governance schriftlich festgelegt.

Der Chamer Gemeinderat Markus Baumann begrüsst diese Art der Kooperation: «Sie bietet allen Interessen Gelegenheit, sich einzubringen und das Ergebnis aktiv mitzugestalten. Für uns ist dieses Vorgehen eine grosse Chance.» Das gelte auch für Hünenberg, pflichtet Renate Huwyler, Vizepräsidentin des Gemeinderates, bei: «Obwohl sich das Mitwirkungsverfahren zum Grossteil um flankierende Massnahmen in der Nachbargemeinde Cham dreht, können wir von diesem Prozess nur profitieren. Denn die Umfahrung Cham-Hünenberg setzt eine Konsenslösung voraus.»

Öffentliche Auflage im Herbst 2014

Heinz Tännler geht davon aus, «das Ei des Kolumbus bis spätestens Ende März 2014 gefunden zu haben. Ist dies der Fall, können wir das Bauprojekt der Umfahrung Cham-Hünenberg ein halbes Jahr später öffentlich auflegen.» Der Mitwirkungsprozess wird somit maximal zwei Jahre in Anspruch nehmen.

pd/zim

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