Bevölkerung soll bei Gestaltung des Landis&Gyr-Areals in Zug mitreden

Dem ehemaligen Landis&Gyr-Areal soll neues Leben eingehaucht werden. Grundlage für den ordentlichen Bebauungsplan bildet ein städtebauliches Gesamtkonzept, das ab dem 25. September öffentlich ausgestellt sein wird.

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(bier) Das Landis&Gyr-Areal (LG-Areal) ist prominent gelegen. An der Stelle des ehemaligen Industrieareals soll «ein attraktiver und lebendiger Stadtteil mit einer überzeugenden architektonischen Gestaltung entstehen», schreiben die Verantwortlichen in einer Mitteilung

Die Ausstellung der fünf städtebaulichen Gesamtkonzepte aus dem Studienauftrag kann vom 25. September bis zum 9. Oktober an der Gartenstadt 2a in Zug jeweils von Montag bis Freitag, 16 bis 20 Uhr, besucht werden.

Das Richtkonzept im Stadtmodell.

Das Richtkonzept im Stadtmodell.

Bild: PD

Die Empfehlungen aus dem Mitwirkungsverfahren werden mit denjenigen aus der öffentlichen ePartizipation, die vom 2. bis 23. Oktober 2020 stattfinden wird, einfliessen. Online kann unter www.lg-zug.ch/mitreden zu denselben Fragestellungen hinsichtlich Nutzungsgestaltung mitgemacht werden. Die konsolidierten Empfehlungen würden in die weitere Bearbeitung des Nutzungskonzeptes der verantwortlichen Grundeigentümer einfliessen, heisst es in besagter Mitteilung. Die Ergebnisse aus der Mitwirkung werden am 30. November anlässlich einer Forumsveranstaltung der Öffentlichkeit vorgestellt.

Studienauftrag für ein städtebauliches Gesamtkonzept

Im Rahmen eines öffentlich ausgeschriebenen Studienverfahrens setzten sich 2017/18 fünf renommierte Planerteams mit der städtebaulichen Gesamtentwicklung des Areals auseinander. Die vorgeschlagenen Lösungen wurden von einem ausgewiesenen Fach- und Sachgremium beurteilt. Eine zentrale Herausforderung war die ganzheitliche Betrachtung des Areals: Obwohl nur ein Teil des Gebiets baulich verändert werden kann, soll der Stadtteil zukünftig als Einheit wahrgenommen werden. Als Sieger des Studienauftrags ging das Team Christian Salewski & Simon Kretz Architekten, pool Architekten, Studio Vulkan Landschaftsarchitektur und mrs partner hervor.

Für die Neugestaltung des LG-Areals ist gemäss dem Planungs- und Baugesetz des Kantons Zug ein Bebauungsplan erforderlich. Damit wird sichergestellt, dass die qualitativen Anforderungen an die städtebauliche und architektonische Gestaltung von Bauten und Freiräumen erfüllt werden. Das vom Siegerteam des Studienauftrags zwischenzeitlich überarbeitete Richtkonzept wird aktuell in ein Richtprojekt überführt, das wiederum die Basis für die Erarbeitung des Bebauungsplans liefert. Voraussichtlich im ersten Quartal 2021 wird laut Mitteilung das ordentliche Bebauungsplanverfahren durch die Stadt Zug eingeleitet

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