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Die Bibliothek ist auch ein Treffpunkt

Schritt für Schritt wollen sich die Zuger Bibliotheken untereinander besser vernetzen.
Marco Morosoli
Veranstaltung wie die Buchvernissage des Zuger Autors Michael van Orsouw werden für die Bibliothek Zug immer wichtiger. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 27. August 2019)

Veranstaltung wie die Buchvernissage des Zuger Autors Michael van Orsouw werden für die Bibliothek Zug immer wichtiger. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 27. August 2019)

Es ist ein Anfang und erst noch ein Gewinn für die Nutzer der Bibliothek Zug. Im Sommer sind die Kataloge der Bibliothek an der St. Oswaldsgasse in Zug und dem Staatsarchiv zusammengeführt worden. Pia Rutishauser, sie ist Leiterin der Bibliothek Zug, hat einen Plan: «Informationen zu Zuger Inhalten, Personen und Ereignissen sollen aus einer Hand verfügbar sein.» Die Institution für Freizeit und Wissen bekommt eine neue Webplattform. Diese wird den aktuellen Online-Katalog ablösen. Beim Kauf der neuen Software haben die Verantwortlichen der Bibliothek Zug darauf geachtet, dass diese auch bei einer Suchanfrage aus einer anderen Bibliothek Treffer liefert.

Dies soll sogar auch dann möglich sein, wenn in den dereinst angeschlossenen Bibliotheken verschiedene Computersysteme zur Anwendung kommen. Diese Komplettlösung ist innerhalb des Kantons gemäss Pia Rutishauser in einem zweiten Schritt vorgesehen.

Die Bibliotheken im Kanton auf einer Suchmaschine?

Das Potenzial der Vernetzung ist beachtlich. Der Zuger Bibliotheksverband zählt 19 Mitglieder. Diese haben zusammen 369240 Medien in ihrem Bestand. Ein Teil davon befindet sich nur einen Steinwurf von der Bibliothek Zug entfernt im Doku-Zug. Die in diesem Zentrum eingelagerten Wissensschätze gehen bald in der Bibliothek Zug auf. In der vorgenannten Bibliothekenvereinigung sind aber auch Gemeindebibliotheken, die Bibliothek der Kantonsschule Zug oder des kaufmännischen Bildungszentrums Zug organisiert. Ein Beweis, dass sich Investitionen in die Verbesserung und Vernetzung von Online-Katalogen lohnen, zeigt sich darin, dass Bibliotheksnutzer im Vorjahr 238631 Suchanfragen tätigten. Gelingt der angedachte Schulterschluss, könnte ein Bibliotheksverband entstehen, welcher eine Abwandlung von www.nebis.ch wäre. Dieser Verbund repräsentiert 140 Bibliotheken von Hochschulen und Forschungsinstitutionen in der deutschen Schweiz.

Zuerst soll das neue Betriebssystem der Bibliothek Zug hochgefahren werden, ehe die zweite Stufe gezündet wird. Obwohl schon verschiedentlich das Ende des Buches verkündet worden ist, lebt das Gedruckte weiter. Für 2018 sind 327 144 Bücherausleihen in der Bibliothek Zug registriert. Das ist im Vergleich zu 2016 nur ein Minus von etwas über 4000 Büchern.

Jedoch wandelt sich die Bibliothek derzeit beständig. Früher war sie ein Ort, um ausgeliehene Bücher und andere Medien zurückzubringen und wieder neue zu holen, Mittlerweile hat sie sich zu einem allseits beliebten Treffpunkt entwickelt. Dies zeigt sich schon darin, dass sich im Jahr 2018 fast 200000 Besucherinnen und Besucher in der Bibliothek Zug vorbeigekommen sind. Die Bibliothek-Zug-Leiterin Pia Rutishauser streicht auch heraus, dass im Vorjahr 435 Veranstaltungen in den Räumen der Bibliothek Zug stattgefunden haben. Erwähnenswert sei zudem, so Rutishauser, dass alle Bibliotheken im Kanton Zug gratis nutzbar sind: «Das ist fast einmalig in der Schweiz.»

Gewonnen hat die Bibliothek Zug auch durch den Bezug der Studienbibliothek im alten Zeughaus. Mittlerweile können Interessierte diesen hellen Lese- und Lernsaal von morgens um 7 Uhr bis abends um 21 Uhr und an sechs Tagen in der Woche nutzen.

Ein Ausweis für alle Zuger Bibliotheken

Pia Rutishauser hat noch weitergehende Änderungen auf ihrem strategischen Radar. Ihr schwebt vor, dass es dereinst einen Bibliotheksausweis geben soll, der im ganzen Kanton nutzbar wäre. Eine weitere Idee: Ein Zuger-Bücher-Lieferservice. An einer solchen Dienstleistung «sind viele Bibliotheken interessiert», weiss Pia Rutishauser. Der Kanton Zug als Trendsetter? Ein neuer Standortfaktor? Die Leiterin der Bibliothek Zug sagt dazu: «Wir werden die Idee weiterverfolgen.»

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