«BILANZ»-RANKING: Zug bleibt die attraktivste Schweizer Stadt

Zug erhält von der «Bilanz» zum dritten Mal in Folge den Titel der attraktivsten Schweizer Stadt. Dahinter folgt Zürich. Und Luzern machte sieben Ränge gut.

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Blick auf die Zuger Altstadt. (Bild Zug Tourismus/pd)

Blick auf die Zuger Altstadt. (Bild Zug Tourismus/pd)

Zug belegt in mehreren Bereichen Spitzenränge, wie aus der am Donnerstag vorab veröffentlichten Rangliste des Wirtschaftsmagazins «Bilanz» hervorgeht. Beim Arbeitsmarkt und dem Erholungswert schwang die idyllisch gelegene Kleinstadt obenaus – dies bei einem milden Steuerklima, das ihr einen weiteren Podestplatz einbrachte. Beim Reichtum kam Zug auf den fünften Platz. Bei den Steuern und dem Reichtum musste sich Gesamtsieger Zug unter anderem vom schwyzerischen Freienbach schlagen lassen, das seinem Ruf als Steuerparadies mit dem ersten Platz in dieser Sparte gerecht wurde. Freienbach belegte trotz eines 114. Rangs beim öffentlichen Verkehr und Abstrichen bei der Zentralität den dritten Gesamtrang und rückte damit verglichen mit dem Vorjahr um sieben Plätze vor. Meilen (ZH) hingegen fiel vom dritten auf Rang 23 zurück. Luzern stiess vom elften auf den vierten Gesamtrang vor, wobei es den ersten Platz in der Sparte Tourismus Opfikon (ZH) überlassen musste.

«Zürichlastigkeit» eingeräumt
Den zweiten Platz der Städte-Rangliste behauptete Zürich, das bei der Zentralität nicht zu schlagen ist. Die grösste Schweizer Stadt kam ausserdem beim Arbeitsmarkt, dem öffentlichen Verkehr und dem Tourismus unter die ersten zehn. Überhaupt räumt die «Bilanz» eine gewisse «Zürichlastigkeit» der Rangliste ein, die mit der relativ starken Betonung der wirtschaftlichen Dynamik zu tun habe. Die 15 bestplatzierten Städte gehören allesamt zum Einzugsgebiet Zürichs. Dahinter folgt mit Nyon (VD) die erste Westschweizer Stadt, die zum Grossraum Genf gehört. Genf selber belegte den 21. Rang. Im Einzugsgebiet von Basel schnitt Liestal mit dem 26. Platz am besten ab. Basel gewann die Spezialdisziplin öffentlicher Verkehr und kam insgesamt auf Rang 40, direkt vor Lausanne. Bern, das in der Sparte Arbeitsmarkt den zweiten Platz belegte, aber bei der Dynamik und den Steuern weit hinten liegt, landete auf dem 43. Gesamtrang. St. Gallen folgt zwei Plätze dahinter. Die mit Abstand bestplatzierte Tessiner Stadt ist Lugano auf Rang 34.

Den 129. und damit letzten Platz belegte wie im Vorjahr das Neuenburger Uhrenstädtchen Le Locle, das immerhin seit kurzem zusammen mit La Chaux-de-Fonds zum Unesco-Welterbe gehört. Stadtpräsident Denis de la Reussille schreibt die schlechte Platzierung laut «Bilanz» der Dominanz der ökonomischen Kriterien zu. Die Lebensqualität sei in Le Locle nämlich sehr hoch, und es könnten auch nicht nur Reiche dort wohnen.

Die «Bilanz» hat für ihr Städteranking erneut alle Schweizer Gemeinden mit mehr als 10'000 Einwohnern berücksichtigt. Insgesamt wurden 53 statistische oder dynamische Faktoren ausgewertet, die dann in neun Bereiche zusammengefasst wurden. Verglichen mit früheren Jahren wurde das Ranking auf eine neue Basis gestellt und zusätzliches Datenmaterial ergänzt.

ap