BILDUNG: Offene Arme in Zug für die Luzerner Hochschule

Möglicherweise will die Hochschule Luzern ein Departement nach Zug auslagern. Während der Kanton zögert, sind die möglichen Standortgemeinden hell begeistert.

Stephanie Hess
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Die Hochschule Luzern könnte einige Departemente auslagern. Auch Zug ist als möglicher Standort im Gespräch. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Die Hochschule Luzern könnte einige Departemente auslagern. Auch Zug ist als möglicher Standort im Gespräch. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Zu viele Studenten, zu wenig Geld. Die Hochschule Luzern steht vor einem strukturellen Defizit. Abhilfe könnte die Auslagerung einzelner Abteilungen schaffen. Und es ist gut möglich, dass bei einer solchen Auslagerung eine Zuger Gemeinde zum Handkuss kommen könnte, wie bei der Hochschule zu vernehmen ist. Genannt wurden neben den möglichen luzernischen Standorten Horw und Sursee bisher die Zuger Gemeinden Zug, Baar und Risch Rotkreuz Aktuell wird nun die Auslagerung beim geplanten neuen Departement für Informatik diskutiert. Derzeit sind die 450 Studenten in Horw angesiedelt.

«Sehr interessiert»

Während sich der Kanton noch zurückhaltend gibt und derzeit Abklärungen zur Wertschöpfung einer solchen Schule macht, sind die Exponenten der möglichen Standortgemeinden hell begeistert. «Ein solches Informatik-Institut ist interessant. Wir würden uns sehr freuen, wenn sich die Hochschule für unsere Gemeinde entscheiden würde», sagt Rischs Gemeindepräsident Peter Hausherr. Ganz ähnlich klingt es in Zug und Baar. Gespräche zwischen der Hochschule und einzelnen Grundstückeigentümer laufen denn auch schon in Rotkreuz und Baar, wie beispielsweise die Zug Estates Holding AG bestätigt. Das Unternehmen baut derzeit eine Grossüberbauung am Bahnhof Rotkreuz.

Ob das neue Informatik-Departement tatsächlich im Kanton Zug zu stehen kommen wird, zeigt sich wohl erst im Dezember. Ein entsprechender Antrag der Hochschule ist dann an den Konkordatsrat erwartet.