BILDUNG: Schüler für französische Sprache begeistern

Wenn Schüler mehr Französisch lernen sollen, braucht es mehr Anreize, finden Politiker. In Hünenberg läuft das schon freiwillig.

Wolfgang Holz
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«Je parle français» – ein Satz, der auch in Zuger Schulen nicht mehr selbstverständlich ist. (Archivbild Fabienne Arnet)

«Je parle français» – ein Satz, der auch in Zuger Schulen nicht mehr selbstverständlich ist. (Archivbild Fabienne Arnet)

Während Deutsch in der Westschweiz in allen Schulen nach wie vor die erste Fremdsprache ist, hat es Französisch in der Deutschschweiz immer schwerer. Das ist auch in Zug so, wo Englisch als erste obligatorische Fremdsprache unterrichtet wird. Und dennoch ist Französisch eine schweizerische Landessprache und verkörpert einen Teil der heimischen Kultur. Genau so sieht es auch Pierre Hayoz, Präsident des Vereins Partnerschaft Hünenberg-Marly, dessen Gründung sich demnächst jährt. Über diese neue Partnerschaft sollen die interkulturellen Erfahrungen und das gegenseitige Verständnis zwischen französischer und deutscher Schweiz gefördert werden – insbesondere im Schulbereich.

Marcus Honegger ist Lehrer an der Oberstufe im Schulhaus Ehret C und betreut das Schüleraustauschprogramm zwischen Hünenberg und Marly bei Freiburg. «Es geht nicht nur um das Reisen. Entscheidend sind die persönlichen Begegnungen von Schüler zu Schüler. Darin sehe ich eine echte Motivation, eine Sprache zu lernen.» Mit der Förderung auf staatlicher Ebene würde man natürlich die finanzielle Ausgangslage für solche Projekte wesentlich unterstützen und die Arbeit von Lehrpersonen erleichtern. «Denn erst wenn wir eine Gegend, die Kultur, die Leute mit ihren Sorgen und Freuden kennen lernen, wird es uns gelingen, unsere Jugendlichen auch für diese Welt begeistern zu können.»