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BILDUNG: Schule für die Flüchtlingskinder

Junge Flüchtlinge müssen dringend in die Schule. Darüber sind sich alle einig. Und Einigkeit herrscht auch bei der Angst um (zu) hohe Kosten für die Gemeinden.
Charly Keiser
In Luzern proben Schweizer Kinder (hinten) zusammen mit Flüchtlingskindern ein Schultheater. (Archivbild Pius Amrein)

In Luzern proben Schweizer Kinder (hinten) zusammen mit Flüchtlingskindern ein Schultheater. (Archivbild Pius Amrein)

Charly Keiser

Gerade eben ist eine Vernehmlassung abgeschlossen, die sich der Frage der Beschulung von Flüchtlingskindern widmet. Darum sei die Interpellation von Beat Unternährer (FDP, Hünenberg) betreffend Integration von Flüchtlingskindern in die Volksschule wohl etwas zu früh, meint Esther Haas (ALG, Cham), die die Interpellation und die Antwort der Regierung lobt. Bildungsdirektor Stephan Schleiss korrigiert: «Der Interpellant hatte die Fragen schon länger gestellt, und dank diesen ist die Dringlichkeit der Angelegenheit noch offensichtlicher.» Kurz nach den Sommer­ferien will Schleiss mit einem entsprechenden Antrag in den Rat «kommen», wie er verspricht.

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Auch Unternährer ist mit den Ant­worten des Regierungsrats auf seine Fragen «sehr» zufrieden. Die CVP nehme die Antwort der Regierung positiv zur Kenntnis, sagt deren Fraktionschef Andreas Hausheer (Steinhausen) und betont: «Die Antwort ist sehr verkürzt, und wir erachten sie nicht als Präjudiz, wie in der Angelegenheit letztlich entschieden wird.»

Die Antworten zeigten auf, dass das Problem beim Bund liege, sagt Philip C. Brunner und fügt an: «Wir sollten es dringend den Deutschen nachmachen, die den Familiennachzug so unattraktiv wie möglich machen.» Denn diese hätten damit Erfolg. «Sie machen es uns vor, wie wir es machen müssten.» Es gebe ein Recht auf Bildung, fährt Brunner fort, aber es sei sehr schwierig, diese Probleme zu lösen. Das Problem sei der Bund, ergänzt er und sagt: «Es ist traurig, dass der Bund uns diese Suppe einbrockt und am Schluss die Gemeinden dafür bezahlen müssen.»

Auch Esther Haas sorgt sich um die Kosten, die für die Gemeinden anfallen könnten. «Es geht letztlich darum, einen gerechten Verteilschlüssel für die Kosten zu finden. Diese kann man nicht einfach auf die Gemeinden abwälzen.»

Dringlichkeit erkannt

Diese Angst sei unbegründet, sagt Regierungsrat Schleiss. Denn der Kanton sei schon jetzt mit Brückenangeboten aktiv und wisse, dass er sich bei der Beschulung der Flüchtlingskinder beteiligen müsse und wolle. «Und uns pressierts – das Thema ist für uns wirklich dringend», doppelt er nach. Der Kanton könne nicht verhindern, dass die Gemeinden immer mehr Flüchtlingskinder zugeteilt bekämen. Und auch eine gewisse Kostenverlagerung sei notgedrungen in der Natur der Sache, erklärt Schleiss.

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