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BILDUNG: Volk stimmt über Mundart im Chindsgi ab

Im Kanton Zug soll im Kindergarten ausschliesslich Mundart gesprochen werden. Eine entsprechende Volksinitiative ist zustande gekommen.
Zwei Kinder zeichnen ein Bild im Kindergarten. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Zwei Kinder zeichnen ein Bild im Kindergarten. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Die kantonale Volksinitiative «Ja zur Mundart» ist mit 2000 Unterschriften zustande gekommen. Dies schreibt die SVP, welche die Unterschriften gesammelt hat. Diese werden am 24. September vor dem Zuger Regierungsgebäude der Staatskanzlei überreicht.

Neben dem Kindergarten soll auch in der Primarschule in gewissen Fächern wie Sport, Musik und Gestalten auf die Standardsprache verzichtet und stattdessen in Mundart unterrichtet werden. Gemäss Mitteilung fördert Mundart die Integration. Zudem sei Mundart «Teil unserer Kultur und Identität». Ziel sei es, dass sich die fremdsprachigen Kinder anzupassen haben und nicht die Kinder, welche hier aufgewachsen sind, schreibt die Partei.

Bereits in anderen Kantonen wurden ähnliche Initiativen lanciert und darüber abgestimmt. Die Zürcher Stimmberechtigten stimmten der Volksinitiative «Ja zur Mundart im Kindergarten» im Mai 2011 zu. Auch im Kanton Aargau bekam im Mai 2014 eine Initiative der Schweizer Demokraten (SD) ebenfalls eine Mehrheit.

In Basel-Stadt hiess das Stimmvolk im Mai 2011 eine Dialekt-Initiative und einen Gegenvorschlag gut. In der Stichfrage obsiegte der Gegenvorschlag. Deshalb wurden für Dialekt und Hochdeutsch «gleichwertige Lernziele» im Schulgesetz festgeschrieben.

Luzern lehnt Mundart im Kindergarten ab

Im Kanton Luzern wurde die Volksinitiative «Für Mundart im Kindergarten» der Jungen SVP im September 2013 mit 53 Prozent abgelehnt. Angenommen mit 58 Prozent wurde der Gegenvorschlag von Regierung und Parlament, der das bereits praktizierte Nebeneinander von Hochdeutsch und Mundart im Kindergarten neu ausdrücklich im Volksschulbildungsgesetz festschrieb.

Ebenfalls abgelehnt wurde im Mai 2013 ein entsprechender Antrag an der Glarner Landsgemeinde. Im Kanton Solothurn scheiterte die Initiative «Mundart im Kindergarten» bereits bei der Unterschriftensammlung.

sda/rem

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