BILDUNG: Was bringt eine Hochschule überhaupt?

Die Hochschule Luzern spielt mit dem Gedanken, ihr Informatik-Departement in Zug anzusiedeln. Bis zu 1000 weitere Studenten könnten also hier studieren. Ein Experte spricht von vielen positiven Effekten. Es gibt aber auch Unsicherheiten.

Stephanie Hess
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Hörsaal der Pädagogischen Hochschule Zug: Bereits heute sorgen Studenten für ein akademisches Klima in Zug. (Archivbild Werner Schelbert)

Hörsaal der Pädagogischen Hochschule Zug: Bereits heute sorgen Studenten für ein akademisches Klima in Zug. (Archivbild Werner Schelbert)

Lehrer, Finanzexperten, Rettungssanitäter, Kindererzieher und Agrotechniker: An drei Fachhochschulen und sieben höheren Fachschulen werden im Kanton Zug heute bereits zahlreiche Fachkräfte ausgebildet. Gut möglich, dass in naher Zukunft auch Informatikfachleute auf Zuger Boden eine Fachhochschulausbildung erhalten. Seit Februar prüft die Hochschule Luzern die Schaffung eines Informatikdepartements. Basierend auf bisherigen Analysen der Hochschule Luzern wird bei einem Vollbetrieb mit 800 bis 1000 Studenten gerechnet. Das würde die bisherige Zahl der Fachhochschulstudenten von rund 700 im Kanton mehr als verdoppeln.

Und was bedeutet das für Zug? Gemäss Frank Bodmer, Ökonom und Dozent an der Universität Basel, «ist sicherlich mit positiven Effekten zu rechnen». Er nennt den Imageeffekt, der ein solches Institut haben würde. Am meisten profitieren wird der Kanton aber von der deutlich grösseren Anzahl Informatiker vor Ort. «Es kann damit gerechnet werden, dass die Studenten lokale Stellenanbieter, die sie vielleicht bereits im Studium kennen lernen, eher berücksichtigen», so Bodmer.

Doch ob der Kanton Zug die Fachkräfte tatsächlich halten kann? Frank Bodmer sagt klar: «Viele dieser Informatiker werden letztlich in einem anderen Kanton arbeiten.»