BILDUNG: Weniger Lektionen für Zuger Lehrer

Zuger Lehrer unterrichten ein bis zwei Lektionen pro Woche mehr als in den Nachbarkantonen. Dies soll geändert werden. Grund: Zug will im Wettbewerb um die besten Lehrpersonen attraktiv bleiben.

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Bildungsdirektor Stephan Schleiss auf Schulbesuch in Oberägeri. (Bild: PD)

Bildungsdirektor Stephan Schleiss auf Schulbesuch in Oberägeri. (Bild: PD)

Die Unterrichtsverpflichtung auf der Primarstufe soll um eine Wochenlektion von heute 30 auf 29 gesenkt werden. Und die Klassenlehrpersonen sollen zusätzlich um eine zweite Wochenlektion entlastet werden, wie der Zuger Regierungsrat am Montag mitteilte.

Diese Anpassungen seien vor dem Hintergrund der gestiegenen Anforderungen und im Wettbewerb um die besten Lehrpersonen nötig, schreibt die Direktion für Bildung und Kultur. In den umliegenden Kantonen unterrichten die Lehrerinnen und Lehrer eine bis zwei Lektionen weniger pro Woche als die Zuger Lehrkräfte.

Mehrkosten in der Höhe von 5,2 Millionen Franken

Die vorgeschlagenen Änderungen im Lehrpersonalgesetz lösen Mehrkosten von insgesamt rund 2,5 Millionen Franken für die Gemeinden und 2,7 Millionen Franken zu Lasten des Kantons aus. Unangetastet bleibt die Anzahl Wochenlektionen der Schülerinnen und Schüler. Die Änderungen sollen auf das Schuljahr 2016/17 in Kraft treten.

Neben den Primarschullehrpersonen sollen auch die Heilpädagogen sowie die Logopädinnen eine Wochenlektion weniger unterrichten müssen. Auf der Kindergarten- und Sekundarschulstufe hingegen liegen die Zuger im Vergleich zu den Nachbarkantonen tiefer oder gleichauf, weshalb der Regierungsrat dort keine Änderungen vorschlägt.

Gute Lehrpersonen sind entscheidend

Eine zweite Wochenlektion geschenkt bekommen sollen die Klassenlehrpersonen sowohl auf der Primarstufe als auch auf der Sekundarstufe. Sie trügen die Hauptverantwortung für die einzelnen Schülerinnen und Schüler und seien im heutigen Schulsystem besonders gefordert, schreibt der Regierungsrat.

Entscheidend für eine hohe Schulqualität seien die Lehrerinnen und Lehrer, begründet Bildungsdirektor Stephan Schleiss in der Mitteilung die vorgeschlagenen Änderungen im Lehrpersonalgesetz. Über die Gesetzesrevision muss der Kantonsrat befinden. (sda)