BILDUNG: Werden im Kanton Zug die Schulklassen grösser?

Klassengrössen werden im Kanton Zug nun doch ein Thema. In der Vernehmlassung der Schulgesetzrevision wollten das viele so.

Christian Volken
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Bildungsdirektor Stephan Schleiss: «Allenfalls kann man mit einer Grund- oder Basisstufe sogar sparen.» (Bild: pd)

Bildungsdirektor Stephan Schleiss: «Allenfalls kann man mit einer Grund- oder Basisstufe sogar sparen.» (Bild: pd)

Der Regierungsrat will das Schulgesetz ändern. Dabei packt er ein heisses Eisen an – eher unfreiwillig. Nach der Vernehmlassung hat der Regierungsrat die Vorlage überarbeitet – und das Thema Klassengrösse auf vielfachen Wunsch doch aufgenommen. Die Richtzahl von 22 Schülern solle gestrichen werden, weil sie heute keine Bedeutung mehr habe. Jetzt wittern sowohl Verfechter von grösseren wie auch von kleineren Klassen eine Chance.

Sparen oder aktualisieren?

Für grössere Klassen tritt die SVP ein. Bildungspolitiker Jürg Messmer sagt, dadurch lasse sich Geld sparen. Zudem lerne man in einer Klasse mit 20 Schülern gleich gut wie mit 17. Auf der anderen Seite sind SP und Alternative - die Grünen (ALG). Sie setzen sich für kleinere Klassen ein. «Die Unterrichtsbedingungen haben sich geändert», begründet SP-Bildungspolitiker Zari Dzaferi die Forderung. Von grösseren Klassen will auch Barbara Strub von der FDP nichts wissen. CVP-Kantonsrat Martin Pfister (Präsident der Bildungskommission) will es den Gemeinden überlassen, die Klassengrösse festzulegen. Umstritten ist auch die sprachliche Frühförderung von Kindern.