BILDUNGSZENTRUM: «Wir beackern ein bislang braches Feld»

Eine Umfrage zeigt: Im Kanton Zug gibt es für Detailhändler kaum Weiterbildung. Das soll sich ändern.

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Detailhandelsverkäuferin Ramona Pfenninger, im zweiten Lehrjahr im KBZ in Zug, arbeitet bei Winiker Herrenmode. Im Bild mit Kunde Serdar Yilmaz. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Detailhandelsverkäuferin Ramona Pfenninger, im zweiten Lehrjahr im KBZ in Zug, arbeitet bei Winiker Herrenmode. Im Bild mit Kunde Serdar Yilmaz. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Rund 1000 Fragebögen hat das Kaufmännische Bildungszentrum Zug (KBZ) in Zusammenarbeit mit der Vereinigung Pro Zug und dem Gewerbeverband des Kantons Zug im März gestreut – und zwar an Detailhandelsleute. Evaluieren wollte man so, ob im Kanton Zug Weiterbildungsbedarf im Detailhandel bestehe. In der Zwischenzeit sind 280 der Bögen zurückgekommen und ausgewertet worden. Urs Achermann, Leiter Weiterbildung am KBZ, ist mit dem Rücklauf zufrieden, wenn auch «ein paar mehr nicht geschadet hätten». Dennoch ist er froh, «dass genug Bögen zurückgekommen sind, um repräsentativ zu sein». Besonders freut ihn, dass die Antworten in etwa zur Hälfte von Mitarbeitern und zur Hälfte von Führungskräften kamen.

Ziel: Detailhandelsschule
Aufgrund der Resultate hat das KBZ bereits Weiterbildungskurse konzipiert, die im September starten sollen. Das erklärte Ziel Achermanns aber ist es, am KBZ die erste Schweizer Detailhandelsschule aufzubauen. «Aufgrund der Ergebnisse scheint das sinnvoll und erwünscht», sagt Achermann jetzt. Sein Fazit: «Die Nachfrage nach detailhandelsspezifischer Weiterbildung im Kanton Zug ist gegeben.» Zurzeit gebe es «im ganzen Kanton nichts Organisiertes für die Detailhandelsleute». Für Achermann unverständlich. Denn die Basisbefragung zeigt, dass sowohl bei den Führungskräften als auch bei den Mitarbeitern Mängel und damit verbunden Weiterbildungsbedarf geortet werden.

Sarah Kohler

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Zuger Zeitung.