Leserbrief

Bitte prüfen!

«Bostadel muss saniert und erweitert werden», Ausgabe vom 22. August

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Die Sanierung wird auf 66,6 Millionen Franken geschätzt. Mir ist bewusst, dass da Menschen leben, arbeiten und für ihre Vergehen in der Anstalt den Vollzug leben müssen. Die Milchbüchleinrechnung weist pro Insasse Baukosten von knapp 500000 Franken auf. Laut dem Bericht wird im Neubau während der Bauzeit eine «verdichtete» Nutzung erfolgen. Heisst für mich: So würde es auch gehen, also mit bedeutend weniger. Nach dem Umbau werden somit «feudale» Platzverhältnisse herrschen. Wir sprechen hier immer noch von einer Vollzugsanstalt. Der Staat, also wir alle bezahlen die Kosten. Sogar im Jahresbericht 2019 ist festgehalten, dass die Kosten als sehr hoch eingeschätzt werden. Das Resultat des externen Kostenplaners ist nicht bekannt. Ich bin kein Sozialist, würde aber behaupten, dass für unschuldige Menschen, die randständig sind, diese Finanzen nie in dieser Art fliessen würden – leider. Das stimmt mich traurig. Es liegt am Kantonsrat, die Finanzierung kritisch zu prüfen und alles Unwichtige zu streichen.

René Ulrich, Unterägeri