BIZ: «Einen Pakt mit den Jungen schliessen»

Rosige Bilanz für das Mentoringprojekt Lehrstellen Tandem: In diesem Jahr wurden 14 Lehrstellen gefunden. Eine indianische Weisheit führte zum Erfolg.

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Herbert Spreng, Initiator des Zuger Lehrstellen-Tandem. (Archivbild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Herbert Spreng, Initiator des Zuger Lehrstellen-Tandem. (Archivbild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Obwohl die Lehrstellenvergabe Ende Juli meist schon abgeschlossen ist, konnte David Furrer vom BIZ ZUG an der offiziellen Abschlussfeier des Lehrstellen Tandems 2008 trotzdem mit einer guten Nachricht aufwarten: Ein Schützling wurde von seinem Mentoren noch im August – gerade nach seinen Sommerferien – ermutigt, eine Schnupperwoche anzutreten und erhielt danach prompt die Lehrstelle als Glaser.

Die diesjährige Bilanz sieht auch sonst rosig aus: 14 Mentoren unterstützten 26 Jugendliche auf der Lehrstellensuche mit ihrer Erfahrung und ihrem Netzwerk, bis auf eine Person, die nun beim RAV angemeldet wird, konnte für sämtliche Mentees eine Lösung gefunden werden. 14 Personen erhielten eine Lehrstelle, eine deutliche Steigerung gegenüber den Vorjahren.

Eigeninitiative und realistische Berufsvorstellungen sind wichtig
Die Möglichkeit, bei der Lehrstellensuche durch erfahrene Berufsleute etwas gepusht zu werden, gibt es für Jugendliche, bei denen man sich ernsthaft fragt: «Warum hat der- oder diejenige jetzt noch keine Lehrstelle», erklärt Furrer. Gewisse Eigeninitiative, realistische Berufsvorstellungen und der Wille zur Zusammenarbeit müssen beim Schulabgänger vorhanden sein.

Der Initiator Herbert Spreng erzählt: «Vor drei Jahren wurde mir nach einer Arenasendung im Fernsehen klar, wir können mit unserem Netzwerk etwas bewirken bei der Lehrstellensuche.» Dass die Betreuungssituation komplex werden kann, darauf machte Mentor Spreng einfühlsam aufmerksam: «Die Jugendlichen sind manchmal etwas hin und her gerissen, die Lehrerin sagt dies, der Berufsberater jenes und der Mentor nochmal was anderes.» Er hatte dieses Jahr aber mit seinen Mentees Erfolg, einer fand seine Lehrstelle fast alleine, die zweite beginne eine Attestlehre als Büroassistentin und sei begeistert.

Julia Häcki

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Zuger Zeitung.