BLAUZUNGENKRANKHEIT: Die Impfung sorgt für rote Köpfe

Blaue Zungen – rote Köpfe: Im Kanton Zug werden Tausende Tiere geimpft. Nicht alle Halter können das hinnehmen.

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Bio-Bauer Pius Strickler weigerte sich, seine Tiere gegen die Blauzungenkrankheit zu impfen. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Bio-Bauer Pius Strickler weigerte sich, seine Tiere gegen die Blauzungenkrankheit zu impfen. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Für einmal ist es nicht eine Krankheit, die für Angst sorgt, sondern eine Impfung: Ein Dutzend Tierärzte sind ab jetzt auf rund 500 Betrieben im Kanton Zug unterwegs, um bis Ende Mai Rinder und Schafe zu impfen. Der Bund will so der Blauzungenkrankheit beikommen.

Lassen die Landwirte ihre Tiere nicht impfen, müsste der Kantonstierarzt eine Zwangsimpfung verordnen. Bei einer Weigerung handelt es sich um einen Verstoss gegen die Tierseuchengesetzgebung – ein Offizialdelikt. Dennoch stellen sich einige Bauern quer: Die erste Impfung sei ihren Tieren gar nicht bekommen. «Sie wurden massiv vergiftet», sagt etwa Franz Abächerli. Früh- und Totgeburten, missgestaltete und behinderte Kälber, weniger Milch, das seien die Folgen.

Bereits vor einem Jahr haben sich einige Impfgegner dem Obligatorium widersetzt. Dafür werden sie jetzt zur Kasse gebeten.

Chantal Desbiolles

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Zuger Zeitung.