BLAUZUNGENKRANKHEIT: Die Regierung schmettert die Impfgegner ab

Keine Schützenhilfe für die Bauern, die ihr Vieh nicht impfen lassen wollen: Der Kanton will sich nicht zu ihren Gunsten einmischen.

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Der Baarer Tierarzt Damian Hotz impft derzeit im Auftrag des Kantonstierarzts auf Zuger Höfen. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Der Baarer Tierarzt Damian Hotz impft derzeit im Auftrag des Kantonstierarzts auf Zuger Höfen. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Zug denkt nicht daran, in Bern vorstellig zu werden. Zumindest nicht, wenn es um das Obligatorium bei der Impfung gegen die Blauzungenkrankheit geht. Das hat die Zuger Regierung entschieden.

Sie antwortet damit auf ein Postulat der Kantonsräte Fredy Abächerli, Monika Barmet, Karl Nussbaumer  sowie Franz Hürlimann. Ihre Eingabe pauschalisiere, finden die Regierungsräte im Bericht. Wenn es Schule mache, dass Verordnungen auf Bundesebene von den Kantonen angefochten würden, werde sich dies auf die Zusammenarbeit, die politische Stabilität sowie die Rechtssicherheit negativ auswirken. Die Vorbehalte und Befürchtungen der Tierhalter gegenüber den verwendeten Impfstoffen seien unbegründet.

Bis Ende Mai werden Rinder und Schafe, die älter als drei Monate sind, auf rund 500 Zuger Bauernhöfen mit Impfstoff versorgt. Mitte März waren bereits über 6000 Tiere geimpft.

Chantal Desbiolles

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Zuger Zeitung.