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Bleibt Zug eine kompakte, urbane Kleinstadt?

Wohin führt die Zuger Stadtplanung? Drei Interpellantinnen und Interpellanten wollen vom Stadtrat einiges wissen.
Andreas Faessler

Der Stadt Zug steht eine Revision der Ortsplanung ins Haus, die Vorbereitungen dazu seien bereits weit fortgeschritten, wie der Stadtrat informiert. 2020 soll die Bevölkerung im Rahmen einer Reihe von Infoveranstaltungen und Befragungen aktiv in die Planung mit einbezogen werden. Damit will die Stadt hinsichtlich Ausprägung und Gestaltung von Zug eine objektive Interessenabwägung vornehmen. Dem zugrunde liegen das Stadtraumkonzept und die Stadtplanung.

Überbauung der äusseren Lorzenallmend

Zu diesem haben Michèle Willimann, Ignaz Voser und Patrick Steinle für die Fraktion Alternative-Die Grünen-CSP im vergangenen Juni eine Interpellation eingereicht und dem Stadtrat eine Reihe von Fragen gestellt. Sie fokussieren sich dabei unter anderem auf die geplante Überbauung der äusseren Lorzenallmend. Wie sich diese mit dem Ziel des Stadtraumkonzeptes, eine kompakte, urbane Kleinstadt zu sein und zu bleiben, vereinbaren lasse, wollen sie wissen. Und ob diese Überbauung das Bild von Zug als eigenständige Siedlung nicht eher zunichte mache. Die Interpellanten führen in diesem Zusammenhang auch eine «schleichende, plan- und ziellose, mosaikartige Überwucherung der Lorzenebene» an. Der Stadtrat hat nun geantwortet und entgegnet dem mit den Argumenten, dass die Stadt mit der Überbauung hinsichtlich Qualität und Dimensionierung neue Wege gehe und dem neuen, urbanen «Stück Stadt» eine «klare bauliche Kante» und Struktur verleihen wolle. Daher sei weiterhin eine klare Zäsur zwischen Cham und Zug gewährleistet, es drohe kein – wie die Interpellanten befürchten – Zusammenwachsen der beiden Gemeinden. Der Stadtrat sieht die Überbauung als qualitative Aufwertung des Quartiers Lorzen. Und sie stärke die bestehenden Zentren.

Preisgünstiger Wohnungsbau ...

Die Fragestellenden kritisieren die Qualität, wie die Stadt Zug in den letzten Jahren gewachsen ist und fürchten, dass sich dies fortsetzt. Der Stadtrat sieht das weit weniger negativ, ist sich aber bewusst, dass mit der Verdichtung auch erhöhte Sorgfalt angezeigt ist.

Der Stadtrat hebt zudem hervor, dass preisgünstiger, beziehungsweise genossenschaftlicher Wohnungsbau wichtiger Bestandteil der Stadtentwicklung sei und er bestrebt ist, dies entsprechend zu unterstützen. Auch «Stadtreparatur» – die Verbesserung und Aufwertung bestehender Siedlungen – will der Stadtrat im Rahmen der Ortsplanungsrevision berücksichtigen. Ferner soll die Gesamtmobilität der Bevölkerung verbessert wie auch ein Freiraumkonzept erarbeitet werden. Denn auch bei diesen beiden Punkten sehen die Interpellanten Mängel in Zug.

... und Schutz der Ortsbilder

Schliesslich sprechen die Fragenden auch noch den Schutz wertvoller Ortsbilder an und wollen wissen, ob der Stadtrat um deren Erhalt besorgt ist, indem entsprechende Anpassungen im Zonenplan vorgenommen werden. Die Stadtrat antwortet, dass er für solche Zonen sogenannte Gestaltungsbücher erarbeite, ruft gleichzeitig aber in Erinnerung, dass der Grosse Gemeinderat anno 2009 im Rahmen der damaligen Ortplanungsrevision die vom Stadtrat lancierten Anpassungen im Zonenplan abgelehnt habe.

Zu guter Letzt kommen die Interpellanten noch auf die fünf städtischen Perlen zu sprechen, namentlich Oeschwiese, Rötelberg, Zurlaubenhof, Salesianum und Meisenberg. Der Stadtrat beschreibt kurz, wie die Situation bezüglich dieser Perlen aussieht und wie es um deren Schutz steht. Auf die Frage, ob die Stadt sich vorstellen könne, noch weitere solcher Perlen zu definieren, lautet die Antwort, dass dies Gegenstand der anstehenden Ortsplanungsrevision sei.

Die Antwort des Stadtrates in ihrer ganzen Ausführung ist online einsehbar unter www.stadtzug.ch – Verwaltung & Politik – Grosser Gemeinderat – Geschäfte (Geschäftsnummer G2551)

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