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Leserbrief

Blenden wir die Gefahren einfach aus, bis es dunkel wird?

«Meinungen zu den eidgenössischen Wahlen», Leserbrief von Stefan Betschart Ausgabe vom 28. Oktober

Sie haben mit Ihrem Leserbrief genau die Punkte angesprochen, die auch ich gerne beantwortet hätte. Also liebe Grünen und Journalisten, die Antworten auf die Fragen von Stefan Betschart wurden bis heute nicht gegeben. Ich lese immer nur etwas über CO2-Steuern, aber ohne, dass dadurch effektiv CO2 eingespart wird. Die Schweiz rettet mit ihrer Einsparung die Welt. Das Bevölkerungswachstum wird komplett nicht thematisiert. Dabei soll gemäss den offiziellen Zahlen Afrika bis ins Jahr 2050 um mehr als eine Milliarde anwachsen. Naiv wer glaubt, dieser CO2-Abdruck könnte durch die Schweiz oder gar Europa aufgefangen werden.

Die Zeitungen haben es tunlichst belassen, anders denkenden Wissenschaftern einen Platz zu geben. Kennen wir das nicht? Früher war die Erde eine Scheibe und wer hatte Recht? Nicht die Mehrheit und schon gar nicht die damaligen Intellektuellen. Wir lesen über E-Mobilität, aber blenden deren Belastungen für die Umwelt einfach aus. Wir lesen vom guten Solar- und Windkraftstrom gepaart mit neuen Smart-Geräten. Aber ich habe noch nie etwas darüber gelesen, wie sicher diese vor Hacker- und Terrorangriffen sind. Blenden wir die Gefahren einfach aus, bis es dunkel wird?

Wir bekommen, beziehungsweise haben ein Wasserproblem und in einigen Ländern ist dieses Problem weit über dem CO2. Aber darüber schreibt kaum jemand, das trifft ja Bauern, die weit weg leben, da, wo die Rohstoffe für Elektromotoren und Batterien gefördert werden. Was interessiert es uns, solange wir uns das Sauberetikett aufkleben können. Wir stellen Feinstaubgrenzwerte auf, obwohl wir höhere in Innenräumen zulassen und es nur noch Mittel zum Zweck ist, Autos von den Innenstädten zu vertreiben. Wir reden vom Abholzen und Verlust des Regenwaldes, der auch mir Sorgen bereitet, aber der Waldverlust in Russland und Afrika, dessen Dimensionen dem Regenwald in nichts nachstehen, ist kaum eines Wortes wert.

An was liegt es, dass wir ungefragt Meinungen verbreiten und Andersdenkende nicht zu Wort kommen lassen? Ganz besonders da, wo Geld verdient werden soll, mit CO2-Handel und -Steuern, denn bis heute habe ich kaum brauchbare Lösungen gehört, die nicht auch negative Seiten aufweisen. Nur mal als Idee: Lassen wir doch nur noch Direktflüge zu und verbieten das Verbilligen der Umwege. Das würde wohl echt CO2 einsparen, ohne dass ein Reisender etwas dagegen haben dürfte.

Und die Bevormundungstendenz und zu glauben, über das Allwissen zu verfügen, die die heutigen Klimaaktivisten an den Tag legen, geht schon in Richtung Hexenverfolgung auf Andersdenkende. Klimaterror ist legitim, denn es dient einem höheren Ziel, wo ist der Unterschied zu anderen Terroristen? Vielleicht sollten sie sich mal den Film «Die Welle» anschauen. Ich hoffe, wir kommen zur Besinnung, bevor Dinge in die Wege geleitet werden, die mehr Probleme schaffen als lösen.

Urs Häsler, Hünenberg See

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