BOARDSTOCK: So mancher sucht in Zug den Kick

Das Zuger Sportfestival hat wieder viele Besucher angelockt. Trotz Regen haben sich diese von der Leidenschaft der Profis anstecken lassen.

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Am Boardstock kann man vieles erleben: etwa eine rasante Fahrt am Drahtseil. (Bild: Stefan Kaiser)

Am Boardstock kann man vieles erleben: etwa eine rasante Fahrt am Drahtseil. (Bild: Stefan Kaiser)

Julia Truttmann

Dieses Wochenende wurde die Stadt Zug zum Zentrum für alle Freestyle- und Sportbegeisterten. Am Boardstock Festival, welches sich über die Seepromenade, die Vorstadt und den Landsgemeindeplatz erstreckte, konnten die Besucher kostenlos über 30 Sportarten testen, attraktive Shows von Profis bestaunen und am Abend zu DJ-Sets feiern. Die Stimmung unter den trotz schlechtem Wetter zahlreich erschienenen Besuchern war ausgelassen und gut, denn das Programm des Festivals bot für jeden Geschmack und jede Altersgruppe genügend Abwechslung. Dabei waren alle möglichen Sportarten: von Wakeboarden über BMX und Fallschirmspringen bis hin zu Yoga, Kampfsportarten oder verschiedenen Tanzstilen. Am Sonntag fand zudem ein Colorrun statt. Dies ist ein 5-Kilometer-Lauf, bei dem, ähnlich wie an einem Holi-Festival, Farbpulver in die Luft geschossen wird.

Das kulinarische Angebot für die kleinen Pausen zwischen den verschiedenen Sportarten war genauso abwechslungsreich wie das Programm selbst von Vietnamesisch über Indisch bis hin zu Mexikanisch war alles dabei.

Sie ist die erste Preisträgerin des Projekts «Artist in residence»: Lucienne Fontannaz-Howard. (Bild: pd)
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Ibrahim auf seiner Fahrt am Drahtseil. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Am Freestyle Festival Boardstock rund ums Zuger Seebecken. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Am Freestyle Festival Boardstock rund ums Zuger Seebecken. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Kickboxer Janosch Nietlispach zeigtsein Können. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Kickboxer Janosch Nietlispach zeigt sein Können. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ
Regenfest am Frestyle Festival Boardstock rund ums Zuger Seebecken. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ
Am Freestyle Festival Boardstock rund ums Zuger Seebecken. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Am Freestyle Festival Boardstock rund ums Zuger Seebecken. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ
Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ
Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ
Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ
Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ
Kickboxer am Boardstock Festival. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Sie ist die erste Preisträgerin des Projekts «Artist in residence»: Lucienne Fontannaz-Howard. (Bild: pd)

Highlight zum Ferienabschluss

Nach 14 Jahren Boardstock entschied man sich dazu, das Festivalgelände zu vergrössern. Neu hinzu kamen die Schützenmatt für Frisbee-Spiele am Samstag, das Brüggli für Beachvolleyball und die Minigolfanlage auf der Schanz. Künftig sollen möglichst viele Sportplätze und Trainingshallen miteinbezogen werden, um die Zuger Bevölkerung auf die vorhandene Infrastruktur aufmerksam zu machen. Weiter wurde auch das Datum für das Festival geändert. Bis anhin fand das Festival jeweils Ende Juli statt, dieses Mal rund zwei Wochen später. Dadurch findet der Event nicht mehr mitten in den Sommerferien statt, sondern bildet ein Highlight zum Schluss der Ferien.

Am Töggelitisch gegen den Stadtrat

So trotzte man gemeinsam dem Regen, der durch das volle Programm beinahe vergessen wurde. «Das Wetter war für mich überhaupt kein Grund, heute nicht zu kommen. Das Angebot hier ist riesig und dazu noch kostenlos, da hält mich etwas Regen nicht vom Teilnehmen ab», erklärte Besucherin Christa Jäger. Amüsant wurde es auch am Stand der Stadt Zug. Dort konnte man sich mit Stadträten am Töggelitisch oder an der Dartscheibe messen. «Diese Idee finde ich besonders lustig. Wo sonst ausser in Zug – kann man den Stadtrat im Dartspielen herausfordern?», fand Besucher Philipp Schmid.

Besonders gut gelungen ist es dem Boardstock-Team, alle Generationen zu begeistern und miteinzubeziehen. So meinte beispielsweise der fünfjährige Nils: «An einem Stand konnte man Snowboard fahren, und am besten gefallen hat mir die Mountainbike-Bahn für Kinder.» Für die etwas Älteren gab es am Abend im Fabric Club Partys, und auch auf dem Festivalgelände konnte man sowohl an Konzerten als auch zu DJ-Sets feiern. Die Besucher liessen sich also auch vom schlechten Wetter die Stimmung nicht vermiesen, wofür die Organisatoren des Boardstock Festival mit ihrem abwechslungsreichen Programm gesorgt hatten. Kurz und gut: Das Festival war ein weiteres Mal ein voller Erfolg.

«In bester Erinnerung»

Das sieht Sara Hübscher, die Kommunikationsverantwortliche des Festivals, ganz ähnlich: «Ein Kompliment an unser Publikum. Es ist wirklich erstaunlich, wie viele Leute selbst am Samstag kamen und trotz des Regens den Plausch hatten. Am Sonntagnachmittag waren die Bedingungen dann perfekt. Darum wird die diesjährige Boardstock-Ausgabe auch in bester Erinnerung bleiben.»

... einen Veloparcours... (Bild: Stefan Kaiser)

... einen Veloparcours... (Bild: Stefan Kaiser)

... oder ein Training mit Kickboxer Janosch Nietlispach. (Bild: Stefan Kaiser)

... oder ein Training mit Kickboxer Janosch Nietlispach. (Bild: Stefan Kaiser)