BOOTSFAHRER: Kapitäne sollen trocken bleiben

Auch auf dem Wasser muss man jetzt ins Röhrchen blasen. Seit dieser Saison gilt ein Alkohol-Grenzwert von 0,5 Promille. Nun macht die Polizei Kontrollen.

Samantha Taylor
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Kein Alkohol am Steuer gilt auch auf dem See. (Bild Philipp Schmidli)

Kein Alkohol am Steuer gilt auch auf dem See. (Bild Philipp Schmidli)

Wer über das heisse Wochenende mit dem Boot auf dem See unterwegs ist, der sollte nicht zu tief ins Glas schauen. Denn seit Februar ist ein neues Gesetz in Kraft. Damit wurden auf den Schweizer Gewässern dieselben Alkoholgrenzwerte eingeführt wie im Strassenverkehr. Mit anderen Worten, wer ein Boot steuert, darf einen maximalen Blutalkoholgehalt von 0,5 Promille aufweisen. Bei 0,8 Promille wird dem Bootsführer die Lizenz entzogen. Das Gesetz gilt sowohl für motorisierte wie auch unmotorisierte Schiffe.

Mit dem Gesetz erhält die Polizei die Möglichkeit, Schiffsführer auf Gewässern ins Röhrchen blasen zu lassen. «Diese Grundlage vereinfacht uns wie auch der Justiz die Arbeit», sagt Joe Müller, Präventionsverantwortlicher bei der Zuger Polizei. Trotzdem wolle man nun nicht möglichst viele Böötler büssen. «Uns geht es um die Prävention. Darum suchen wir nun in einer ersten Phase auch das Gespräch mit den Bootsführern», so Müller weiter. In Luzern passieren spezifische Alkoholkontrollen hingegen im Rahmen der normalen Patrouillentätigkeit, wie Polizeisprecher Urs Wigger sagt.

Das neue Gesetz hat allerdings nicht nur Konsequenzen für private Bootsbesitzer. Auch für professionelle Schifffahrtsunternehmen gibt es Änderungen.